Bundesjugendvertretung und Seniorenrat: Gemeinsam für ein gerechtes Pensionssystem

Arbeitsmarkt und Pensionssystem müssen nachhaltig gesichert werden

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) und der Seniorenrat sprechen sich für gemeinsame Ziele zur Sicherung des Pensionssystems aus. Generationengerechtigkeit ist für die beiden Sozialpartner ein primäres Ziel, das gerade beim Thema Pensionen absolut im Mittelpunkt stehen sollte.

Dabei müssen beide Generationensozialpartner ein ausgewogenes Mitspracherecht in allen Entscheidungen haben. Aktuell ist der Seniorenrat in der Pensionskommission mit drei Mitgliedern vertreten, die BJV nur mit einem. Junge Menschen tragen aber auch maßgeblich zur Finanzierung des derzeitigen und zukünftigen Pensionssystems bei und sollten daher auch entsprechend in politische Entscheidungen eingebunden werden. Dazu gehört Mitbestimmung genauso wie flächendeckende zielgruppengerechte Informationen über das Pensionssystem.

Seniorenrats-Präsident Karl Blecha: „Jüngere und Ältere sitzen im gleichen Boot. Wir lassen uns gerade beim Thema Pensionen nicht auseinander-dividieren. Unser österreichisches Pensionssystem hat sich seit Bestehen als krisensicher bewährt. Den geänderten Gegebenheiten der letzten Jahre wurde mit sinnvollen Reformen und Adaptierungen begegnet. Mit der fundamentalsten Reform – der Einführung des Pensionskontos – wurde unser gesetzliches Pensionssystem für die Zukunft gerüstet: die Leistungsansprüche werden transparent dargestellt und damit wird das Vertrauen auf eine sichere Pension gewährleistet. Das österreichische Pensionssystem ist allen anderen (europäischen) Systemen überlegen, weil es nicht den Risiken der Kapitalmärkte ausgeliefert ist. Wir treten entschieden dafür ein, dass es mehr Jobs für Jüngere und Ältere gleichermaßen gibt.“

Zum bevorstehenden Pensionsgipfel hält Ingrid Korosec, Bundesvorsitzende des Österreichischen Seniorenbundes, fest: „Am 29. Februar werden die Weichen für die mittel- und langfristige Sicherung der Pensionen gestellt. Es ist wichtig, dass Vertreter aller Generationen daran teilnehmen. Für die Jugend, weil sie in Zukunft für die Beiträge und die Erfüllung des Generationenvertrages zu sorgen haben, und für die Älteren, weil es um das zentrale Anliegen der Sicherung ihrer Pensionen geht“.
Ingrid Korosec zu einer der Forderungen: „Die derzeitige Kommission zur langfristigen Pensionssicherung muss neu organisiert werden. Ein Expertengremium soll die Daten und Fakten außer Streit stellen, die Sozialpartner samt den beiden Generationensozialpartnern sollen die nötigen Empfehlungen ableiten und der Bundesregierung übermitteln.“ Dringenden Handlungsbedarf sieht Ingrid Korosec auch im Bereich der Invaliditätspension aus psychischen Gründen, die auch bereits jüngere Menschen betreffen kann.

Christian Zoll, Vorsitzender der BJV, betont: „Ohne weitreichende Änderungen am Arbeitsmarkt und im Pensionssystem kann eine Pensionsreform nicht gelingen und das System nicht nachhaltig gesichert werden. Es müssen entsprechende Impulse, für junge und ältere Menschen, gesetzt werden, um ein gerechtes System für die Zukunft zu schaffen. Wir brauchen zum Beispiel eine Aufwertung der Erwerbstätigkeit älterer Menschen. Für junge Menschen hingegen sind die Abflachung der Lohnkurve bei höheren Einstiegsgehältern und die Vermeidung prekärer Arbeitsverhältnisse wichtige Anliegen." Christian Zoll weiter: "Eine unserer Forderungen lautet, dass die schlechtesten 10 Versicherungsjahre aus dem Durchrechnungszeitraum für die Pension gestrichen werden. Diese Forderung ist in Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat entwickelt worden und ein gutes Beispiel für die konstruktive Kooperation, aber auch gelebte Generationengerechtigkeit.“

Rückfragen & Kontakt:

Bundesjugendvertretung
Julia Preinerstorfer
Öffentlichkeitsarbeit
01 214 44 99 -15 // 0676 880 11 1048
julia.preinerstorfer@bjv.at
www.bjv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BJV0001