Willi: Schweizer „Ja“ zu mehr Straßen-Transitverkehr betrifft auch Österreich

Grüne: Harter Rückschlag für die Verlagerung auf die Bahn

Wien (OTS) - „Zwiespältiger kann eine Botschaft nicht sein!“, urteilt heute der Grüne Verkehrssprecher Georg Willi über das Abstimmungsverhalten der Schweizer Bevölkerung über die zweite Gotthard-Straßenröhre. „Da bauen die Schweizer das Bahnnetz samt zwei Basistunnel aus und dann das! Das 'Ja' von heute führt zu einer vierspurigen Autobahn durch den Gotthard und ist eine Einladung, mehr die Straße und weniger die Bahn zu benützen. Ich verstehe die SchweizerInnen nicht!“

Willi erinnert daran, dass im Juni der Gotthard-Basistunnel für die Bahn eröffnet wird. „Mit dem längsten Bahntunnel der Welt wollten die SchweizerInnen die Spitzenposition bei der Verlagerung von Gütern auf die Bahn ausbauen. Die heutige Abstimmung erinnert mich an den Zauberlehrling von Goethe. Die Geister, die heute gerufen wurden, werden die SchweizerInnen aber nicht mehr loswerden. Sie haben Fakten geschaffen, die unumkehrbar sind. Aus einem einröhrigen Tunnel mit zwei Spuren werden zwei Röhren mit vier Spuren. Das ist eine Verdopplung der Kapazität für den Straßengütertransit! Da kommt dann wie im Zauberlehrling kein Meister mehr, der die Geister vertreibt.“

„Für Österreich heißt diese Entscheidung, dass unser Bündnispartner für die Bahnverlagerung lahmt. Wenn Österreich jetzt keinen markanten Wechsel bei seiner Verlagerungspolitik macht, sind die Abermilliarden für den Bau der drei österreichischen Basistunnel am Brenner, am Semmering und auf der Koralm in den Sand gesetzt. Dafür machen wir dann den Finanz-, den Verkehrs- und den Umweltminister verantwortlich. Höchstpersönlich!“, gibt Willi die Linie der Grünen in Sachen Verlagerung vor.

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