VP-Korosec: Unhaltbare Aussagen von Häupl zur Causa Gernot Rainer

Schiefe Optik in der Dauervertragskommission des KAV - Festhalten an der politisch motivierten Kündigung zeigt die Abgehobenheit in der Wiener Stadtregierung

Wien (OTS) - "Negativ erstaunt" zeigt sich die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec angesichts der Aussagen von Bürgermeister Häupl in der heutigen "Kronen Zeitung" zum Thema Gernot Rainer.

"Dies nun so hinzustellen, dass es sich bei dieser Nichtverlängerung des Dienstvertrages um einen völlig gewöhnlichen Vorgang handle, ist äußerst dreist", so Korosec und weiter: "Auch die Aussage, dass Rainer weder der Doktortitel abhanden gekommen wäre noch die Möglichkeit sich mit einem privaten Verein weiter zu betätigen, zeigt die völlige Abgehobenheit, die offensichtlich in der Stadtregierung um sich greift. Der Bürgermeister sollte sich lieber vor Augen führen, dass neben der arbeitsrechtlichen Komponente - für Arbeitsrechtler Marhold liegt bekanntlich der Schluss nahe, dass es sich um eine unzulässige Motivkündigung handle - Gernot Rainer Bestnoten aufgrund seiner medizinischen Fähigkeiten vorzuweisen hat und auch von den Kollegen im Otto Wagner Spital unterstützt wird, die ihm neben ausgezeichnete fachlichen vor allem auch soziale Kompetenzen bescheinigen"

"Nun wurde auch noch bekannt, dass der Gatte von Gesundheitsministerin Oberhauser - wie das Nachrichtenmagazin "Profil" berichtet - in der Dauervertragskommission des KAV als Personalvertreter die Nichtverlängerung des Vertrages mitbeschlossen hat. ​Und Oberhauser selbst sagt in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Presse", dass man als Dienstnehmer wissen muss wo das hinführen kann, wenn man sich kritisch über seinen Arbeitgeber äußert. Das ist eine mehr als schiefe Optik. ​Grundloyalität, wie es der Bürgermeister ausdrückt, kann nicht bedeuten, dass man sich nicht kritisch gegenüber dem KAV und der Stadt Wien äußern und gewerkschaftlich betätigen darf. Das sind Auswüchse einer Politik, die einfach nicht zu tolerieren sind. Eine derart politisch motivierte Kündigung darf vom Bürgermeister nicht ​so einfach weggewischt werden", so Korosec abschließend.

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