„profil“: Bundestheater-Holding-Chef Rhomberg kritisiert Staatsoperndirektor Meyer

Rhomberg: Abläufe an der Staatsoper seien „dringend zu reorganisieren“

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wirft Bundestheater-Geschäftsführer Günter Rhomberg Staatsoperndirektor Dominique Meyer fehlendes Vertrauen und mangelnde Kooperationsbereitschaft vor.

Das angespannte Verhältnis zu Meyer herrsche bereits seit seiner Amtsübernahme als interimistischer Holding-Chef: „Es gab, als ich den Job 2014 übernahm, viel Widerstand gegen die Holding – vor allem aus der Staatsoper. Veränderungen wollte man dort nicht.“ Meyer sei „ein Diplomat“, Klartext spreche er kaum. Dabei sieht Rhomberg durchaus Handlungsbedarf: Durch organisatorische Veränderung könne man etwa „auf dem freien Markt mehr Geld generieren, wenn man eine professionelle Marketing- und Development-Abteilung hätte – die es an der Staatsoper aber nicht gibt“.

Auch die Zusammenarbeit mit Thomas Platzer, dem Geschäftsführer des Hauses, gestalte sich „schwierig“, so Rhomberg. Es gebe kein Vertrauensverhältnis mit Meyer und Platzer: „Es ist nicht einmal in Erfahrung zu bringen, was in der nächsten Spielzeit auf dem Programm stehen wird“, kritisiert Rhomberg im „profil“-Interview. „Es ist aber absurd, wenn der Eigentümer nicht weiß, was seine Häuser bieten werden. Meyer überlässt Platzer alle finanziellen Entscheidungen, was zu großem Druck auf die kaufmännische Leitung führt. Ich denke, da müsste man dringend reorganisieren.“

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