Meinl-Reisinger: Aslan-Bericht zeigt deutlich die Schwachstellen der Stadt Wien auf

„Qualitätsoffensive im Bereich der Ausbildung der Betreuer dringend gefordert“

Wien (OTS) - „Der Aslan-Bericht zeigt sehr deutlich die Schwachstellen der Stadt Wien auf, die auch NEOS schon lange anprangert. Kindergärten müssen endlich als erste Bildungseinrichtung gesehen werden. Wie der Aslan-Bericht festhält, muss die Stadt Wien daher verstärkt auf die Qualifikation der Kindergärtnerinnen und Betreuerinnen achten. Hier gab es in der Vergangenheit große Versäumnisse, denn mit dem Gratiskindergarten hat man eher auf Quantität, denn auf Qualität gesetzt“, so Meinl-Reisinger, Klubobfrau von NEOS Wien, bezugnehmend auf den nun veröffentlichten Aslan-Endbericht.

„Diesen Versäumnissen ist auch geschuldet, dass Kinder später mit nur mangelhaften Deutschkenntnissen in die Schule kommen. Eltern legen ja laut Bericht Wert auf die Sprachkompetenzen ihrer Kinder, es funktioniert nur in der Praxis nicht. Deutsch als Zweitsprache muss dringend verstärkt verankert werden, das ist für den Bildungsweg der Kinder entscheidend. Daher braucht es eine Qualitätsoffensive im Bereich der Ausbildung des Assistenzpersonals und der Betreuerinnen sowie Nachqualifizierungsmaßnahmen, allen voran bei den Kindergruppen. 90 Stunden Ausbildung sind einfach zu wenig, das zeigt der Bericht sehr deutlich“, fordert Meinl-Reisinger eine Ausbildungsoffensive“, fordert Meinl-Reisinger. Ebenso ist die Zusammenarbeit mit den Sprachpädagogen der Stadt Wien neu anzusetzen:
„Die direkte Zusammenarbeit mit den Kindergärten ist immens wichtig, hier kann auch seitens der Stadt viel zu einer positiven Zusammenarbeit beigetragen werden.“

Positiv sieht Meinl-Reisinger, dass es eine Gruppe von Kindergärten gibt, die sehr divers agieren und Best Practise Beispiele darstellen. „Die Stadt Wien hat es jahrelang verabsäumt, entschieden gegen Abschottungstendenzen vorzugehen. Jede Finanzierung oder Förderung muss mit klaren Kriterien und Kontrolle verbunden sein. Gerade bei Kindergärten muss darauf geachtet werden, dass er ein Ort der Integration ist und keine Keimzelle für Parallelgesellschaften. Steuergeld darf nicht dafür verwendet werden, Integration eher zu verhindern, als zu fördern. Es ist gerade im Hinblick auf die Integration der Flüchtlinge wichtig, jetzt klare Konzepte zu erstellen. So sind die Träger der Kindergärten und Kindergruppen bestimmend für die Qualität und Grundausrichtung. Es sollten diese Trägervereine daher vor der Vergabe der Betriebslizenzen geprüft werden, ob eine positive Grundeinstellung gegenüber Staat und Gesellschaft vorliegt“, geht Meinl-Reisinger ins Detail.

Neben einer Qualitätsoffensive ist der Wiener Klubobfrau auch die Kontrolle bei der Vergabe von Förderungen ein Anliegen. „Schon die Stadtrechnungshofberichte haben belegt, wie die Kontrollsysteme der Stadt Wien im Bereich der Kontrolle und Qualitätssicherung von Kinderbetreuungseinrichtungen versagen. Controlling ist für die teuerste Stadtregierung der Welt ein Fremdwort“, kritisiert Meinl-Reisinger. „Wir haben dazu bereits eine Anfrage an Stadträtin Wehsely gestellt, die klären soll, wie die jahrelange missbräuchliche Verwendung von Steuergeld zugelassen werden konnte. Es kann nicht sein, dass die zuständige Abteilungsleiterin der MA 10 angesichts der gravierenden Missstände in einem Interview von ‚kaum Nachbesserungsbedarf’ spricht. Hier ist lückenlos aufzuklären, wie nicht zuletzt der Fall Adullah P. passieren konnte“, fordert Meinl-Reisinger abschließend.

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