Industrie: Zwölfte TTIP-Verhandlungsrunde weitere Etappe in Richtung freien und fairen Handel

IV-GS Neumayer: Zugang zu öffentlichem US-Beschaffungsmarkt, Investitionsschutz und regulatorische Kooperation Kernpunkte für Industrie

Wien (OTS) - „Der heutige Tag bedeutet eine weitere Etappe in Richtung eines fairen und freien Handels quer über den Atlantik“, hielt der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, heute, Freitag, anlässlich des Abschlusses der zwölften Verhandlungsrunde zum Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen Europa und den USA fest und verwies dabei auch auf den jüngsten Besuch von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström in Wien. „Es wäre höchst erfreulich und sehr wünschenswert für heimische Arbeitsplätze und den Standort, wenn noch 2016 ein TTIP-Abschluss gelingen würde. Denn als Industrie sind wir überzeugt, dass Österreich und Europa von einem gut gemachten Abkommen enorm profitieren würden. Gerade im Hinblick auf die angespannte Situation am heimischen Arbeitsmarkt müssen wir die große strategische Chance, Teil der größten Freihandelszone der Welt zu werden, effektiv nutzen“, gab Neumayer zu bedenken.

Rascher, beiderseitig vorteilhafter TTIP-Abschluss ist Gebot der Stunde

Entscheidend bleibe aber eben, dass das Abkommen „gut gemacht ist. Das heißt, es sind insbesondere aus Sicht der Industrie bestimmte Kernpunkte absolut unverzichtbar. Diese gilt es mit besonderer Aufmerksamkeit zu betrachten, wenn wir am Ende ein Abkommen wollen, von dem beide Seiten des Atlantiks gleichermaßen profitieren sollen“, so der IV-Generalsekretär. So sei erstens der Zugang zum öffentlichen Beschaffungsmarkt der USA für heimische Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Dieser umfasse immerhin rund zehn Prozent des US-amerikanischen BIP. „Die Verhandlungen zu diesem Thema sind sicherlich nicht einfach. Aber für eine so exportorientierte Volkswirtschaft wie Österreich und die vielen Arbeitsplätze, die daran hängen, liegt das Interesse an dieser Thematik natürlich auf der Hand“, stellte Neumayer klar. Zweitens sei ein „wirksamer Investitionsschutz entscheidend. In Anbetracht der unterschiedlichen Rechtssysteme der EU und der USA, wäre es wenig sinnvoll auf ein solches, seit Jahrzehnten vielfach bewährtes und gängiges Instrument zu verzichten“. Und drittens brauche es substanzielle Fortschritte bei der regulatorischen Kooperation: „Doppelte Produktzulassungsverfahren und sonstige bürokratische Doppelgleisigkeiten müssen durch gemeinsame Verfahrensregeln ersetzt werden. Das sorgt für mehr Effizienz und massive Kostenersparnis für unsere Betriebe.“ In den genannten Punkten gelte es nun möglichst rasch Einigkeit zu erzielen, denn „die Welt dreht sich weiter – ob mit oder ohne uns“, verwies der IV-Generalsekretär abschließend auf die erfolgte Unterzeichnung der transpazifischen Freihandelszone TPP u.a. zwischen den USA, Japan, Kanada und neun weiteren Pazifikstaaten: „Europa kann es sich nicht leisten, global ins Hintertreffen zu geraten. Daher ist ein rascher und für beide Seiten vorteilhafter TTIP-Abschluss ein Gebot der Stunde.“

Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
+43 (1) 711 35-2306
info@iv-newsroom.at
www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0003