Rossmann/Reimon: Aktion vor Ikea-Vösendorf: Steuerflüchtlinge stoppen

Ikeas Steuertricks kosten Europas BürgerInnen eine Milliarde

Wien (OTS) - Die Grünen weisen mit der heutigen Aktion "Steuerflüchtlinge stoppen" vor dem IKEA Vösendorf auf die systematischen Steuervermeidungsstrategien von multinationalen Konzernen in der Europäischen Union und in Österreich hin. „Mit Hilfe der so genannten „Big Four“ (Deloitte, Ernst & Young, PricewaterhouseCoopers und KPMG) nutzen multinationale Konzerne jedes Schlupfloch in Steuergesetzen aus, um die Gewinne von einem Land zum anderen zu verschieben, so lange bis die Steuerzahlungen gegen Null gehen. Ikea ist ein Beispiel für diese Steuervermeidungsstrategie“, sagt Bruno Rossmann, Budgetsprecher der Grünen.

Die Europäischen Grünen haben über den LuxLeaks-Skandal herausgefunden, dass den EU-Mitgliedstaaten durch die „aggressive Steuerplanung“ von Ikea seit 2009 etwa eine Milliarde Euro an Steuern entgangen sind. „Allein im Jahr 2014 entgingen dem österreichischen Fiskus etwa vier Millionen an Steuergeld. Das geht auf Kosten aller Bürgerinnen und Bürger und aller Unternehmen, die solche 'Gestaltungsmöglichkeiten' nicht haben. Es kann nicht sein, dass sich’s die Großen durch komplizierte Steuerkonstruktionen – oft an der Grenze zur Legalität - richten“, stellt Rossmann fest.

"Die Steuertricks der Großkonzerne kosten uns Milliarden - genau dieses Geld fehlt uns dann im Sozial-, Bildungs-, und Gesundheitssystem. Solche Steuerflüchtlinge können wir uns nicht leisten", sagt Michel Reimon, Europaabgeordneter der Grünen, der derzeit eine IKEA-Tour durch die Bundesländer macht.

Bruno Rossmann und Michel Reimon fordern Finanzminister Schelling auf, sich auf europäischer Ebene mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass dieser Spuk unterbunden wird und Gewinne dort versteuert werden, wo sie anfallen.

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