Grossmann, Hakel, Kucharowits: Aussprache mit EU-Kommissar für Bildung, Jugend, Kultur im Parlament

Jugendarbeitslosigkeit in Europa bekämpfen – Kulturellen Austausch fördern

Wien (OTS/SK) - Der EU-Kommissar für Bildung, Jugend, Kultur und Sport Tibor Navracsics traf heute mit österreichischen Abgeordneten zu einer Aussprache im Parlament zusammen. SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel betonte dabei die Rolle der europäischen Kreativwirtschaft, warnte aber davor, Kulturpolitik nur mehr als Förderung der Kreativwirtschaft zu verstehen und die „reine“ Kulturpolitik zurückzudrängen. SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann und SPÖ-Jugendsprecherin Katharina Kucharowits forderten mehr Engagement von Seiten der EU-Kommission zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa. ****

Hakel begrüßt den Ansatz der EU-Kommission, die Kreativwirtschaft speziell zu fördern, weil „Kreative oft nicht diejenigen sind, die über viel Kapital verfügen und so oft weniger kreditwürdig erscheinen“. Insofern sei es zu begrüßen, dass die Kommission mit dem Garantiefonds ein neues Finanzierungsinstrument für den Kreativsektor schafft. Gleichzeitig dürfe Kulturpolitik aber nicht allein unter dem Titel Kreativwirtschaft erfolgen: „Gerade der gemeinnützige Kultursektor kann und soll nicht wirtschaftlichen Ansprüchen gerecht werden müssen“, betont die SPÖ-Kultursprecherin. Gerade aktuell sei die Förderung kultureller Vielfalt und des kulturellen Austausches wichtig, betonte Hakel und begrüßte die jüngste Ausschreibung der Kommission zum Thema Kultur und Flüchtlinge.

Elisabeth Grossmann, Bildungssprecherin der SPÖ, plädierte bei dem Treffen mit Navracsics dafür, dass Europa noch stärker als Bildungs-und Chancenraum genutzt werden kann – „besonders auch von Lehrlingen, die für die Initiative Erasmus+ stärker angesprochen werden müssen, ebenso wie die Ausbildungsbetriebe“. Das österreichische Erfolgsmodell der dualen Berufsausbildung und der Berufsbildenden Schulen bietet sich als Lösungsansatz zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa an. „Auch die Integration von jungen Flüchtlingen gelingt über eine duale Ausbildung meist besser als durch rein theoretische Einheiten“, so die SPÖ-Abgeordnete.

Auch SPÖ-Jugendsprecherin Katharina Kucharowits thematisierte in der Aussprache das Problem der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Es brauche dafür europäische Lösungen – von der EU-Kommission erwartet sie sich stärkere Anstrengungen in diesem Bereich. Sehr kritisch – besonders auch aus Sicht der europäischen Jugend – sieht die SPÖ-Abgeordnete die zunehmenden antieuropäischen Tendenzen in einigen Staaten der EU, besonders auch in den Visegrad-Staaten. (Schluss) ah/sc

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