Nationalrat – Hell: Debatte um Entwicklung von Gehältern in staatsnahen Betrieben notwendig

SPÖ-Abgeordneter: „Hier sind noch viele Maßnahmen notwendig, um Gerechtigkeit zu erlangen“

Wien (OTS/SK) - Eine Debatte um die Entwicklung der Gehälter in den Führungsebenen staatsnaher Betriebe müsse, so SPÖ-Abgeordneter Johann Hell in der heutigen Nationalratsdebatte, geführt werden. Ein Bericht des Rechnungshofes zeigt: „2014 zahlten 31 staatsnahe Unternehmen 74 Personen in der Vorstandsetage ein Vollzeiteinkommen über dem des Regierungschefs, im Jahr 2011 waren es 26 Unternehmen mit 65 Personen. Hier hat sich also einiges nach oben verschoben“, so der Abgeordnete. Diese Steigerung der Gehälter gab es jedoch nicht bei den dort Beschäftigten, kritisiert Hell. Auch die Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern in Führungsebenen gehe weiter auf: „Hier sind noch viele Maßnahmen notwendig, um Gerechtigkeit zu erlangen.“ ****

Die durchschnittliche Steigerung der Einkommen von Vorständen und Geschäftsführungen in den Jahren 2011 bis 2014 betrug rund 15,3 Prozent, während die Gehälter der Beschäftigten nur um 7,5 Prozent gestiegen waren. „ArbeitnehmerInnen tragen viel dazu bei, wie sich ein Unternehmen entwickelt und sie sollten auch einen finanziellen Anteil dafür erhalten“, betont der Abgeordnete. Auch angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung sei die Steigerung der ManagerInnengehälter nicht immer nachvollziehbar.

Und auch die Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern gehe laut dem Bericht des Rechnungshofes weiter auf: „2014 erhalten weibliche Vorstandsmitglieder und GeschäftsführerInnen nur mehr 73 Prozent des Durchschnittsbezugs der männlichen Kollegen, 2012 waren es noch 81,3 Prozent“, erläutert Hell. Und auch die Besetzung von Aufsichtsräten spiegle das wider: „Im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens ist keine einzige Frau vertreten. Hier sind noch viele Maßnahmen notwendig, um Gerechtigkeit zu erlangen.“ (Schluss) bj/np

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