Nationalrat - Heinisch-Hosek: „Österreich hat gute Gewaltschutzgesetze, die vielerorts nachgeahmt werden“

Über 100 Frauenberatungseinrichtungen sowie Gewaltschutzeinrichtungen in jedem Bundesland

Wien (OTS/SK) - Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat heute, Mittwoch, im Nationalrat die Vorbildfunktion Österreichs beim Gewaltschutz betont. „Wir haben unglaublich gute Gewaltschutzgesetze, die vielerorts nachgeahmt werden. Andere Länder übernehmen unsere Regeln“, unterstrich Heinisch-Hosek. Auch mit der Verankerung unerwünschter Berührungen im Strafrecht habe Österreich eine Vorreiterrolle eingenommen, verwies Heinisch-Hosek etwa auf das Beispiel Deutschland, wo nach den Vorfällen in Köln Nachschärfungen diskutiert werden. ****

Klar sei, dass „Übergriffe – und zwar egal, welchen Hintergrund der Täter hat oder welche ethnische Herkunft – für alle gleichermaßen geahndet werden müssen“, so Heinisch-Hosek. Die Frauenministerin betonte auch, dass über 90 Prozent der Gewaltopfer weiblich sind und dass die Opferzahlen steigen. Umso wichtiger sei es daher, dass es über 100 Frauenberatungsreinrichtungen sowie Gewaltschutzeinrichtungen in jedem Bundesland gibt, deren Hilfe von Opfern in Anspruch genommen werden kann.

Nächstes Jahr begehe man das 20-jährige Bestehen des Gewaltschutzgesetzes, das seit Bestehen ständig verbessert werde, um den Schutz vor Gewalt auszubauen, sagte die Ministerin. In Sachen Gewaltschutz sei viel weitergegangen, so Heinisch-Hosek, die hier beispielsweise an die große Kampagne „GewaltFREI LEBEN“ und an die Frauenhelpline gegen Gewalt erinnerte. Auch an den Kindergärten und Schulen gebe es zahlreiche Konfliktlösungsprojekte, betonte Heinisch-Hosek. In Sachen FPÖ-Antrag betreffend Selbstverteidigungskurse im Rahmen des Turnunterrichts warnte die Ministerin vor Polarisierung und sagte, dass viele engagierte PädagogInnen und Vereine solche Kurse im Rahmen der Bewegungs- und Sporteinheiten anbieten. (Schluss) mb/bj

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