Nach Parlament-Absage wegen Wiesenthal-Center Kritik: Hedy Epstein als Rednerin auf der IAW 2016

Wien (OTS) - Die in den USA lebende, deutsche Holocaust-Überlebende und Menschenrechts-Aktivistin Hedy Epstein sollte ursprünglich am 8. März im Wiener Parlament an einer Veranstaltung über Frauenschicksale im Zweiten Weltkrieg teilnehmen. 1939 gelangte sie mit einem "Kindertransport" nach England, ihre Eltern wurden in Auschwitz ermordet. Nach fadenscheiniger Kritik durch das Simon-Wiesenthal-Center und der IKG Wien wurde die 91jährige, die sich u.a. auch für Solidarität mit den PalästinenserInnen einsetzt, ausgeladen und die Veranstaltung abgesagt.

Sie sei - wird Efraim Zuroff vom Wiesenthal-Center zitiert - keine "klassische Holocaust-Überlebende". Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, wurde vorgestern dazu mit den Worten "damit ist die Sache aus der Welt geschafft" zitiert. Dass ausgerechnet eine Überlebende der Shoah vom österreichischen Parlament ausgeladen wird, ist ein unglaublicher Skandal, konnte man gestern in diversen Postings in den Social Media Foren lesen.

BDS Austria, Teil der internationalen Kampagne für ein Ende der israelischen Apartheid und Besatzung, lädt die junggebliebene Aktivistin als Rednerin auf der Kundgebung am 11.03.2016 am Stephansplatz im Rahmen der Israeli Apartheid Week 2016 ein. Unbequeme Kritik lässt sich nicht totschweigen oder durch politischen Druck aus der Welt schaffen.

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