Gefährlicher Populismus

Wirtschaftskammer warnt vor populistische Aussagen nach Einschränkung der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit und kritisiert ausländerfeindliche Politik.

Eisenstadt (OTS) - „Die burgenländische Wirtschaft könnte ihre Wettbewerbsfähigkeit ohne ausländische Mitarbeiter nicht erhalten. Für manche Branchen, etwa im Tourismus oder der Bauwirtschaft, fehlen einfach die nötigen Fachkräfte aus dem Burgenland“, sagt Wirtschaftskammerpräsident Ing. Peter Nemeth. Nicht vergessen dürfe man auch den Gesundheitsbereich – egal ob in den Spitälern oder in der Pflege.

Der Wirtschaftskammerpräsident warnt vor billigem Populismus mit unrealistischen Forderungen nach Zugangsbeschränkungen zum Arbeitsmarkt, wie jene von SP-Klubobmann Hergovich. „Unsere Wirtschaft profitiert ungleich mehr von offenen Märkten, auch wenn das derzeit nicht besondere populär klingt. Wir müssen alles dafür tun, dass unsere Grenzregion näher zusammenrückt und nicht mit ausländerfeindlichen Parolen versuchen, kurzfristig politisch zu aufzufallen.“

Viel wichtiger wäre es – so Nemeth – an der Effizienz der Kontrollmechanismen und der besseren Vernetzung der Behörden zu arbeiten. Hier gäbe es noch Einiges an Möglichkeiten, deren Umsetzung die Politik auf Landes- und Bundesebene selbst in der Hand hat. „Verantwortungsvolle Politik hat aber auch die Aufgabe, Maßnahmen zu setzen, damit die Menschen jene Berufe erlernen, wo tatsächlich entsprechender Bedarf ist“, so Nemeth.

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Dr. Harald Schermann, harald.schermann@wkbgld.at

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