GPA-djp-Bachmeier: Ein Land mit 97 Prozent KV-Abdeckung braucht keinen gesetzlichen Mindestlohn

1700 Euro Mindestgehalt und Mindestlohn in Kollektivverträgen verankern

Wien (OTS) - „Wir freuen uns über die Unterstützung der Grünen bei der Umsetzung des Mindestgehalts und Mindestlohns von 1700 Euro, aber wir werden das in den Kollektivverträgen verankern. Einen gesetzlichen Mindestlohn braucht ein Land mit einer kollektivvertraglichen Abdeckung von 97 Prozent sicher nicht“, kommentiert Alois Bachmeier, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).++++

Der Vergleich mit Deutschland, mit dem Glawischnig ihre erneute Forderung argumentiert, hinke, so Bachmeier weiter: „Die OECD bestätigt Österreich eine Spitzenposition, was die Tarifbindung betrifft, mit 97 Prozent sind fast alle österreichischen ArbeitnehmerInnen durch einen Kollektivvertrag abgesichert. In Deutschland hingegen muss fast jeder zweite Arbeitnehmer ohne den Schutz gewerkschaftlich ausverhandelter Regelungen auskommen.“

Abgesehen davon seien gesetzliche Mindestlöhne Spielball der Tagespolitik, wenn sie der Gestaltung durch die ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber entzogen sind, so Bachmeier abschließend: „Die Branchen-Kollektivverträge in Österreich ermöglichen es den Sozialpartnern, auf die Besonderheiten und Herausforderungen der jeweiligen Branche Rücksicht nehmen zu können. Das ist eine wichtige Differenzierung, zu der wir uns bekennen!“

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