Kaske zu OMV: „Kein Ausverkauf von zentraler Infrastruktur!“

Regierung soll andere finanzielle Spielräume schaffen, statt öffentlichen Anteil am Gasleitungsnetz zu verscherbeln

Wien (OTS) - Die AK spricht sich gegen den Verkauf von 49 Prozent des österreichischen Gasleitungsnetzes der Gas Connect aus. Der österreichische Staat hält rund 31 Prozent an der OMV und damit auch an deren Tochter Gas Connect. „Für welche Entwicklungen auch immer die OMV Geld braucht, es ist Sache der Eigentümervertreter und des Vorstands hier taugliche Strategien zu entwickeln. Aber der Verkauf zentraler Infrastruktur ist mit Abstand die unkreativste Finanzierungsidee für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung“, sagt AK Präsident Rudi Kaske.

„Gerade die Regierung als Eigentümerin muss vitales Interesse daran haben, dass die Versorgungssicherheit von einer knappen Million Haushalten, die in Österreich mit Gas heizen gesichert bleibt“, sagt Kaske. Noch einmal eine Million Haushalte beziehen Fernwärme, die zu 40 Prozent von Gas abhängig ist. „Es geht auch um den Wirtschaftsstandort Österreich“, so Kaske. Große Industrieunternehmen, wie die Voest, sind auf eine sichere Energieinfrastruktur angewiesen. „Wenn die OMV finanziellen Spielraum braucht, dann müssen die Eigentümer auch einmal ihre Dividendenpolitik überdenken.“ Laut den heutigen Äußerungen sollen rund 300 Mio Euro an Dividenden ausgeschüttet werden. Das Gasleitungsnetz muss in öffentlichen Händen bleiben, daher soll die ÖBIB ein Angebot stellen. Die AK spricht sich dagegen aus, dass Dividenden ausgeschüttet werden und gleichzeitig wichtige Infrastruktur verkauft wird.

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