ÖÄK: Kinder werden selbstverständlich auch vom Hausarzt versorgt

Allgemeinmedizin: Breites Aufgabenspektrum ist herausfordernd, aber motivierend

Wien (OTS) - „Die österreichischen Hausärztinnen und Hausärzte sind auch an den Wochenenden und Abenden für ihre Patienten da, dazu zählen selbstverständlich auch Kinder“, stellte der stellvertretende Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und Leiter der Sektion Allgemeinmedizin der ÖÄK, Gert Wiegele, am Donnerstag in einer Aussendung klar. Wiegele reagierte damit auf jüngste Forderungen der Patientenanwaltschaft nach flächendeckenden Wochenend-Bereitschaftsdiensten durch Fachärzte für Kinder- und Jugendheilkunde infolge jüngster Engpässe in der Kinderambulanz des Wiener Donauspitals.

Grundsatz eines funktionierenden Primärversorgungssystems sei, dass diensthabende Hausärzte die Notversorgung von Patienten aller Altersgruppen, damit auch der Kinder, übernehmen, betonte der stellvertretende Leiter der ÖÄK-Sektion Allgemeinmedizin, Harald Schlocker. Zudem gebe es in Österreich kaum Regionen, in denen die Facharztdichte so groß ist, dass eine Verpflichtung zu regelmäßigen Bereitschaftsdiensten umgesetzt werden könnte.

Vielfalt an Aufgaben in der Lehrpraxis vermitteln

„Wir Allgemeinmediziner sind, wenn es die Situation erfordert, notfalls auch Geburtshelfer, wir legen einen Gips an und wenn ein Patient mit einer tiefen Schnitt- oder Schürfwunde kommt, führen wir selbstverständlich auch kleinere chirurgische Eingriffe durch“, ergänzte ÖÄK-Hausärzte-Sprecher Wiegele. Dies sei Teil des allgemeinmedizinischen Leistungsspektrums, das den zukünftigen Hausärztinnen und Hausärzten schon im Rahmen der verpflichtenden Lehrpraxis vermittelt werde. Neben der Versorgung von Kindern gehöre aber auch die gezielte Überweisung zu Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde zu den Aufgaben eines Allgemeinmediziners, wie auch die kollegiale Zusammenarbeit mit Kinderärzten, die ihre kleinen Patienten regelmäßig ärztlich versorgen. (ar)

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