Neues Volksblatt: "Mit Alois spazieren" von Harald GRUBER

Ausgabe vom 18. Februar 2016

Linz (OTS) - Die Einladung steht! Einmal mit Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) über die Linzer Eisenbahnbrücke gehen — das wäre was. Nicht wegen dem Blick auf Linz, die Donau und das Mühlviertel. Sondern weil der bevorstehende Brückenabriss dem Minister ein simples Prinzip vor Augen führen soll: wer ein Tragwerk nicht laufend erhält und saniert, erntet am Ende das Desaster.
Was für die Brücke gilt, gilt auch für das Pensionssystem. Wenn dieses Tragwerk nicht durch die Einarbeitung aktueller Entwicklungen gewartet wird, wird es einstürzen. Jede Wette!
Die gesellschaftlichen und finanziellen Risse sind doch klar zu erkennen: 1) Kommen derzeit auf 100 Erwerbsfähige knapp 30 Pensionisten, werden es 2044 schon 50 Pensionisten sein. 2) Die verbleibende Lebenserwartung 60-Jähriger ist in Österreichs Nachkriegsgeschichte um die Hälfte angestiegen. Und 3) erfolgt noch immer die Hälfte der Pensionszusagen in Form einer vorzeitigen Alterspension!
Strich drunter: immer mehr und längere Pensionsansprüche, dazu ein weiterhin hoher Anteil derer, die verfrüht in den Topf greifen. Diese Rechnung kann sich nicht ausgehen — gerade, wenn man betrachtet, dass die finanzielle Nothilfe des Staates für das Pensionssystem seit 2004 wieder um ein Drittel gestiegen ist.
Wer daher jetzt Wartungen oder Reparaturen verweigert, riskiert den Einsturz oder eine schmerzhafte Radikalkur des Systems — siehe Linzer Eisenbahnbrücke!

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