Industrie: Brexit hätte weitreichende Folgen für EU und Großbritannien

IV-GS Neumayer: Wettbewerbsfähigkeit Europas nähme massiven Schaden – Wirtschaftlicher Nutzen der EU-Mitgliedschaft auch für Großbritannien bedeutend

Wien (OTS) - „Ein Brexit hätte zweifellos weitreichende Folgen für die EU, aber auch für Großbritannien selbst. Erstens würde Europas Wettbewerbsfähigkeit geschmälert und zweitens ist der wirtschaftliche Nutzen, den Großbritannien aus seiner EU-Mitgliedschaft zieht, bedeutend“, so Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) heute, Mittwoch, im Vorfeld des Europäischen Rates am 18. und 19. Februar. Der europäische Arbeitgeberverband BUSINESSEUROPE hat seine Bedenken und Hauptanliegen zu einem möglichen Brexit im Namen aller europäischen Industrie- und Arbeitgeberverbände zudem in einem gemeinsamen Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk festgehalten. Ebenso hat die IV einen Offenen Brief des britischen Arbeitgeberverbandes CBI für den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union mitunterzeichnet. Die IV bekräftige darin ihre Position, dass Großbritannien als wichtiges EU-Mitglied in der EU bleiben soll. Neumayer:
„Großbritannien ist ein wichtiges, wirtschaftspolitisch liberal ausgerichtetes Mitglied. Eine der wichtigsten Säulen der Verhandlungen über seine weitere Mitgliedschaft ist, die EU wettbewerbsfähiger zu gestalten. Eine durchaus berechtigte Forderung, die nicht nur Großbritannien, sondern der gesamten EU Vorteile bringen würde. Europa muss Wachstum und Arbeitsplätze schaffen. Deshalb sind Reformen und ein globaler Ansatz für Wirtschaft, Bildung und Forschung essenziell.“

Flüchtlingskrise als Herausforderung gemeinsam bewältigen

Die Migrations- und Flüchtlingskrise sei derzeit die größte Herausforderung der EU und daher auch Thema beim kommenden Rat. „Es braucht schnell und solidarisch neue Regeln für die Aufnahme, Verteilung und Rückführung der Flüchtlinge, die auch rasch und effizient angewendet werden können.“ Ihrer Rolle als globaler Akteur könne die EU nur gerecht werden, wenn sie mit einem Gesamtpaket aus finanziellen, technischen und organisatorischen Maßnahmen Krisenregionen im Hinblick auf ihre politische und wirtschaftliche Stabilität unterstütze. „Auch die bessere Kontrolle der gemeinsamen EU-Außengrenzen ist ein Gebot der Stunde. Es ist die Voraussetzung für die Bewahrung des Schengen-Raums und der Personenfreizügigkeit innerhalb der EU. Beides sind tragende Säulen eines gemeinsamen Europas, die nicht leichtfertig riskiert oder geopfert werden dürfen. Zumal damit nicht zuletzt auch wirtschaftliche Einbußen verbunden sein würden“, so Neumayer abschließend.

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