Über 5,8 Millionen Menschen vor Blindheit durch Trachom bewahrt

LICHT FÜR DIE WELT bedankt sich bei Österreichern für Unterstützung 2015

Wien (OTS) - Im vergangenen Jahr haben über 104.000 Spenderinnen und Spender die Hilfsorganisation LICHT FÜR DIE WELT mit mehr als 9,4 Mio. Euro unterstützt. LICHT FÜR DIE WELT Geschäftsführer Rupert Roniger bedankt sich für die großartige Hilfe: „Mit der Unterstützung der Spenderinnen und Spender konnten wir im vergangenen Jahr unsere Hilfe ausweiten: Erstmals konnten wir über 5,8 Mio. Menschen vor Blindheit durch Trachom bewahren. Dafür möchte ich gemeinsam mit meinem Team DANKE sagen.“

LICHT FÜR DIE WELT konnte im letzten Jahr Kinder und Erwachsene in Äthiopien mit Antibiotika - kostenlos zur Verfügung gestellt vom Pharmaunternehmen Pfizer - gegen die bakterielle Augenkrankheit versorgen. Fast 6 Mio. Menschen wurden erreicht und vor der infektiösen Erkrankung bewahrt, die durch wiederkehrende Infektionen zu Vernarbungen der Hornhaut und in einem sehr schmerzhaften Prozess zu irreversibler Erblindung führt. Weltweit sind 21 Mio. Menschen mit Trachom infiziert, 1,2 Mio. sind bereits blind. 232 Mio. leben in Gegenden, in denen die Krankheit heute noch verbreitet ist. Aber Trachom ist kein Schicksal. LICHT FÜR DIE WELT Programmkoordinator und Trachom-Experte Cyrille Thierry Evini erklärt: „Die Augenkrankheit ist vermeid- und behandelbar. Wir von LICHT FÜR DIE WELT arbeiten daher im Rahmen der von der WHO entwickelten SAFE-Strategie daran, dass Erblindung durch Trachom bis zum Jahr 2020 der Vergangenheit angehört.“

Erfolge in der Programmarbeit

Auch in anderen Bereichen konnte vergangenes Jahr viel erreicht werden. „Wir konnten 2015 unsere Projektarbeit in Armutsgebieten ausweiten und haben so viele Menschen erreicht wie nie zuvor“, freut sich Roniger: „In 167 Projekten haben wir durch 49.000 Operationen am Grauen Star Menschen vor Blindheit bewahrt.“ Das Leben von über 51.000 Kindern mit Behinderungen in Armutsgebieten konnte durch gezielte rehabilitative und schulische Förderung nachhaltig verbessert werden.

Der Gesamterlös stieg 2015 im Vergleich zum Jahr davor um 15 Prozent auf über 18 Mio. Euro. Der regionale Schwerpunkt der Arbeit von LICHT FÜR DIE WELT liegt weiterhin in Afrika, wo rund 76 Prozent der Projektgelder eingesetzt werden. Die Blindheitsverhütung bildet mit 57 Prozent nach wie vor den größten inhaltlichen Schwerpunkt, gefolgt von der Rehabilitation blinder und anders behinderter Menschen, die 36 Prozent der Arbeit der Organisation ausmacht.

Chris Lohner begeistert über Hilfe

Auch Chris Lohner freut sich über diese Bilanzen: „Ich bin von Herzen dankbar und begeistert von der Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher.“ Als Goodwill-Ambassador von LICHT FÜR DIE WELT weiß sie, dass die Spenden Großes bewirken: „Es ist unglaublich berührend, zu erleben, wenn ein Kind mit einer Gehhilfe seine ersten Schritte macht, nachdem es jahrelang nur auf dem Fußboden in der Hütte liegen konnte. Oder wenn eine Mutter nach der OP am Grauen Star nach 2 Jahren das erste Mal ihr Baby sieht, das ist einfach beglückend!“

Schwerpunkt Inklusive Bildung

Auch für 2016 hat sich LICHT FÜR DIE WELT viel vorgenommen. Im Rahmen der Vision2020 Initiative wird der Kampf gegen Trachom fortgeführt. Dabei will die Organisation an die Meilensteine des vergangenen Jahres anknüpfen und rund 6 Mio. Menschen gegen die Augenkrankheit behandeln.
Zudem wird ein besonderer Schwerpunkt darauf gesetzt, Kindern mit Behinderungen in Armutsgebieten den Zugang zur Schule zu ermöglichen. „Jedes 3. Kind ohne Schulzugang hat eine Behinderung, 9 von 10 Kindern mit Behinderung in Armutsgebieten gehen nicht zur Schule. Bildung ist aber der Grundpfeiler für ein selbständiges Leben und der erste Schritt raus aus der Armut“, erklärt Benjamin Bach, LICHT FÜR DIE WELT-Experte für Inklusive Bildung. „Wenn Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen, bauen sie Vorurteile und negative Einstellungen ab. Kinder, die gemeinsam lernen, lernen, gemeinsam zu leben“, sagt Margarita Schiemer, Bildungswissenschaftlerin der Universität Wien. LICHT FÜR DIE WELT will daran mitwirken, diesen Kindern eine Zukunft zu geben.

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