FPÖ-Pisec: Wirtschaftskammer ist nicht das AMS für gescheiterte ÖVP-Funktionäre

Posten des stellvertretenden Direktors in der Wiener Wirtschaftskammer muss ausgeschrieben und neu besetzt werden

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an der Neubesetzung der Position eines stellvertretenden Direktors in der Wiener Wirtschaftskammer mit einem ÖVP-Partei-Apparatschik, äußerte Bundesrat Mag. Reinhard Pisec, freiheitlicher Industriesprecher und Präsident der Freiheitlichen Wirtschaft - FPÖ pro Mittelstand. „Die Wirtschaftskammer ist nicht das AMS für gescheiterte ÖVP-Funktionäre“, so Pisec.

So sei dieser gut dotierte Posten ohne Ausschreibung vom Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer vorgeschlagen und neu vergeben worden. „Das wird von der ‚Freiheitlichen Wirtschaft FPÖ pro Mittelstand‘ entschieden abgelehnt“, sagte Pisec, der eine Ausschreibung forderte.

Nachdem es weder mit dem Wiener Gemeinderats- noch dem Nationalratsmandat bei Alexander Biach geklappt habe, müsse nun offenbar die Wiener Wirtschaftskammer als Versorgungsstelle herhalten. Die Wiener Wirtschaftskammer, die sich durch die Zwangsmitgliedschaft von über 130.000 Wiener Unternehmer finanziert, mutiere hier offensichtlich zu einer Art AMS der geschrumpften Wiener ÖVP – so als ob 130.000 zahlende Zwangsmitglieder auch Mitglieder der Wiener ÖVP wären, kritisierte Pisec, der diese Vorgehensweise auch für nicht mit den Satzungen der Kammer vereinbar hält.

„Diese Parteivereinnahmung und der neue diktatorische Stil zeigt bereits Wirkung: der runde Tisch zur Reform der Wahlordnung wurde abgesagt, die Digitalisierung des Wirtschaftsparlaments in Form von veröffentlichten Protokollen, Abstimmungsverhalten und Anträgen lässt weiter auf sich warten und das jahrhundertalte Inventar im Plenarsaal der Wiener Wirtschaftskammer wurde aus der Verankerung gerissen und entsorgt“, zeigte Pisec auf.

„Die ‚Freiheitliche Wirtschaft FPÖ pro Mittelstand‘ verlangt eine transparente Neuausschreibung der Position des stellvertretenen Direktors und dass die Vorgänge im Wirtschaftsparlament transparent – im Zeitalter der Digitalität eigentlich eine Selbstverständlichkeit – abgebildet werden. Der Plenarsaal muss auch im Originalzustand wieder hergestellt werden“, so Pisec.

„Diese Vorgänge zeigen, dass die Zwangsmitgliedschaft in der Kammer als solche in Frage gestellte werden sollte. Es gibt genügend andere Unternehmerverbände, welche die Interessen der Selbstständigen wesentlichen besser vertreten als die Wiener Wirtschaftskammer, die nur mehr ein Torso ihrer selbst ist“, betonte Pisec.

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