NEOS: Keine Hochschulstrategie ohne Studienplatzfinanzierung

Claudia Gamon: „Eine Strategie ohne die wesentliche Komponente der Studienplatzfinanzierung ist nicht zielführend“

Wien (OTS) - Zur Steuerung des Hochschulsektors präsentiert Wissenschaftsminister Mitterlehner einen Strategieprozess, der bis 2017 abgeschlossen werden soll und dessen Ergebnisse in die Leistungsvereinbarungsperiode 2019 bis 2021 einfließen sollen. Zentraler Punkt ist die Verlagerung von Studierenden von den Universitäten zu den Fachhochschulen nach einer Analyse der Auslastung aller Studienpläne. Ziel dabei ist mehr Freiraum für Forschung an den Universitäten.

Dass eine strategische Studienplatzplanung gekoppelt mit einer echten Studienplatzfinanzierung dabei nicht erwähnt wird, irritiert NEOS-Wissenschaftssprecherin Claudia Gamon: „Eine Analyse der Ist-Situation und ein Abgleich der Studienangebote sind natürlich begrüßenswert. Für eine den finanziellen Gegebenheiten angepasste strategische Planung muss aber das Modell der Studienplatzfinanzierung bereits mitgedacht werden. Auch dann, wenn aufgrund der angespannten Finanzsituation die Umsetzung noch auf sich warten lässt.“

Die Verlagerung von Studienplätzen von den Universitäten zu den Fachhochschulen entspricht dem internationalen Trend. Bei der Durchlässigkeit zwischen den beiden Sektoren gibt es aber noch starken Verbesserungsbedarf. „Die angedachte stärkere Abstimmung von Forschung und Lehre in den Life Sciences an den Hochschulen im Großraum Wien und auch der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften insgesamt ist ein positives Signal. Hier besteht aber sicherlich noch Synergiepotential und damit die Möglichkeit, Mittel effizienter einzusetzen. Auch die Details der Umsetzung bei BWL scheinen noch nicht klar definiert zu sein. Wir werden den Strategieprozess jedenfalls sehr genau beobachten. Es darf nicht nur bei einer vollmundigen Ankündigung bleiben", erklärt Gamon anschließend.

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