Arbeitsmarkt: Kaiser kritisiert Mitterlehners „Konstruktivitäts-Allergie“

Kaiser will Arbeitszeitverkürzung diskutieren. SPÖ bringt Vorschläge, ÖVP leidet unter Nein-Syndrom. Appell: Vorschläge seriös diskutieren, gemeinsam Lösungen erarbeiten.

Klagenfurt (OTS) - Mit Unverständnis reagiert der stellvertretende SPÖ-Bundesparteivorsitzende Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser auf die reflexartige Ablehnung der Vorschläge von Bundeskanzler Werner Faymann zur Entlastung der Arbeitslosensituation in Österreich durch die ÖVP:

„Nur Nein zu sagen, wenn die SPÖ konstruktive Vorschläge macht, wie man die Beschäftigungssituation der Österreicherinnen und Österreicher verbessern kann, ist nicht nur zu wenig, sondern schlicht nicht genügend. Reinhold Mitterlehner und die ÖVP sollten ihre Oppositionsrolle innerhalb der Regierung schleunigst aufgeben. Insbesondere Wirtschaftsminister Mitterlehner muss sich seiner Verantwortung für die Arbeitslosigkeit stellen und anstatt mit einem reflexartigen Nein-Syndrom die Vorschläge der SPÖ, wie eine Reform der Entsende-Richtlinie sachlich diskutieren“, so Kaiser.

Fakt sei, dass Österreich sich in einer schwierigen Arbeitsmarktsituation befinde. Deswegen brauche es eine engagierte und mutige Arbeitsmarktpolitik und sei das Letzte, was im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher liege, eine „ÖVP-Konstruktivitäts-Allergie“, macht Kaiser deutlich.

Er, Kaiser, will in dem Zusammenhang auch über eine Arbeitszeitverkürzung diskutieren: „Österreich ist ein Arbeitszeit-Hochleistungsland. In kaum einem anderen Land der EU leisten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer derart viele Wochenstunden. Durch eine Reduzierung der Arbeitszeit auf beispielsweise 38 Stunden, könnten zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden“, erklärt Kaiser. Für eine Umsetzung brauche es nicht nur politischen Konsens. Man müsse innerhalb der Sozialpartnerschaft auch nach Möglichkeiten suchen, beispielsweise durch Vereinfachungen und Bürokratieabbau, die Wirtschaft dafür zu gewinnen.

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