SP-Gremel: Hilfe und Unterstützung auch weiterhin für die Opfer von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt

Reaktion der ÖVP Wien und der FPÖ Wien letztklassig

Wien (OTS/SPW) - "Nach sechs Jahren beendet die Stadt Wien die finanzielle Hilfe für Opfer von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt. Es wird aber selbstverständlich darüber hinaus auch in Zukunft Unterstützung für die Opfer geben. Wie keine andere Stadt übernimmt Wien hier Verantwortung", reagiert SP-Gemeinderat Marcus Gremel auf die heutige Aussendung der Familiensprecherin der ÖVP Wien, Sabine Schwarz und dem FPÖ-Gemeinderat Dominik Nepp. "Die FPÖ versucht wirklich jedes Thema für sich zu instrumentalisieren und schreckt auch nicht davor zurück, AsylwerberInnen und Opfer von Gewalt gegeneinander auszuspielen. Die FPÖ wird wohl nie verstehen, dass sich eine verantwortungsvolle Stadtregierung um Anliegen und Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen sorgen kann. Für diese Partei gibt es nur Ausgrenzung und Hetze."****

"Es dürfte der Gemeinderätin wohl entgangen sein, dass Gewalt und Missbrauch auch in Einrichtungen der anderen Bundesländer passiert sind. Wien übernimmt als Bundesland volle Verantwortung für die Opfer, die in ihrem Leben oftmals in mehreren Einrichtungen untergebracht waren, auch über die Stadtgrenze hinaus", so Gremel. 52,53 Mio. Euro hat der Wiener Landtag bisher für die finanziellen, therapeutischen und rechtlichen Hilfestellungen beschlossen. Der Weisse Ring hat über 2.700 Fälle behandelt. In rund 2.050 Fällen wurden finanzielle Unterstützungen und in über 1.580 Fällen die Kostenübernahme einer Psychotherapie beschlossen. Opfer können sich bis 31. März 2016 an den Weissen Ring wenden, offene Fälle werden bis Ende 2018 abgerechnet. Darüberhinaus bieten die Wiener Kinder- und Jugendanwaltschaft sowie der Psychosoziale Dienst Wien auch weiterhin rechtliche und psychotherapeutische Hilfestellung.

"Das geschehene Unrecht kann niemals gut gemacht werden, wir können aber alles dafür tun, um die Opfer auch weiterhin zu unterstützen." Unverständnis zeigt der Gemeinderat gegenüber den Anschuldigungen der Landtagsabgeordneten betreffend der Gedenkzeremonie. "Die Gemeinderätin Schwarz hat offenbar keine Ahnung welche Zeremonie sich die Opfer selbst wünschen. Dieses zweifellos sehr dunkle Kapitel Österreichs betrifft nicht nur Wien sondern hier sind alle Bundesländer in die Pflicht zu nehmen. Es ist schließlich auch der Wunsch der Opfer, dass es hier eine nationale Gedenkzeremonie gibt."

Gremel verweist darauf, dass es der damalige zuständige Wiener Stadtrat Christian Oxonitsch war, der hier Druck auf die anderen Bundesländer gemacht hat, um hier endlich eine nationale Gedenkfeier auszurichten. Sollte das auf Bundesebene nicht möglich sein, wird Wien hier alleine die notwendigen Schritte setzen", so Gremel, der abschließend an die Gemeinderätin appelliert, sie möge sich doch beim Justiz- und Familienministerium für eine nationale Zeremonie einsetzen. Der Beschluss der Landes-, Kinder- und JugendhilfereferentInnenkonferenz wurde damals dem Ministerrat vorgelegt und schließlich den zuständigen Ministerien übermittelt. (Schluss)

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