VP-Schwarz: Entschädigungszahlungen an Heimopfer müssen weiterhin geleistet werden

„Schlussstrich ziehen“ ist definitiv nicht angebracht – Wien bleibt den Opfern offizielle Entschuldigungszeremonie weiter schuldig

Wien (OTS) - Empört zeigt sich die Familiensprecherin der ÖVP Wien LAbg. Sabine Schwarz über die Ankündigung der Wiener Sozialstadträtin mit 31. März 2016 die Entschädigungszahlungen an die Opfer des Wiener Kinderheimskandals einzustellen. „Es ist ein Skandal, dass die Stadtregierung schon von ‚Schlussstrich ziehen‘ spricht, während noch immer zahlreiche Entschädigungsanträge bei den zuständigen Stellen einlangen. Für Wien als Menschenrechtsstadt ist dieses Verhalten unglaublich zynisch“, so Schwarz und weiter: "Es ist auch eine Dreistigkeit, dass die Stadtregierung den Opfern bis heute die mehrfach geforderte offizielle Entschuldigungszeremonie schuldig geblieben ist. Dass man hier auf den Bund wartet und selbst frühestens 2018 aktiv wird, ist eine der übelsten Ausreden überhaupt. Es geht schließlich um Wiener Einrichtungen und somit auch um die politische Verantwortung der Entscheidungsträger in der Bundeshauptstadt."

2015 wurden mehr als 30 Meldungen pro Monat verzeichnet und seit Jahresbeginn haben sich bereits 67 Menschen gemeldet, denen in ihrer Kindheit unsägliches Leid von Bediensteten städtischer Erziehungseinrichtungen angetan wurde. „Es ist ein Schlag ins Gesicht für alle Betroffenen, wenn Wiens Stadtregierung einerseits jährlich Steuergeld in zweistelliger Millionenhöhe für Selbstbeweihräucherungskampagnen ausgibt und andererseits bei Entschädigungszahlungen für Heimopfer quasi schon mit der Zielflagge in der Hand dasteht. Das ist inakzeptabel“, so Schwarz abschließend.

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