ÖVP-Südtirolsprecher Gahr: Projekt Euregio steht auf dem Prüfstand

Grenzzaun am Brenner darf Projekt Euregio nicht gefährden – Vernunft und politischer Schulterschluss auf allen Ebenen gefordert

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Jahrelang wurde viel Zeit und Kraft in das Projekt Europaregion Tirol gesteckt. Durch das Versagen der Europäischen Union in der Flüchtlingspolitik steht dieses Projekt nun auf dem Prüfstand. Die aktuelle Diskussion zum Grenzmanagement am Brenner ist eine riesige Herausforderung für Tirol. „Nur ein gemeinsamer Schulterschluss und eine gemeinsame Strategie kann das Hoffnungsprojekt Euregio am Leben erhalten. Ich nehme den Brief von Landeshauptmann Kompatscher an mich als Vorsitzenden des parlamentarischen Südtirolausschusses, in dem er eine europäische Lösung fordert, sehr ernst“, verspricht ÖVP-Südtirolsprecher Abg. Hermann Gahr.

Gahr: „Als Tiroler, als Österreicher und als Europäer müssen wir gesamtheitlich denken und auch danach handeln. Wir werden alles daran setzen, dass es eine gemeinsame Vorgehensweise beim Flüchtlingsthema gibt. Wichtig ist jetzt, dass sich das Bundesland Tirol, Südtirol und das Trentino genau abstimmen und gemeinsam Druck auf Brüssel ausüben. Ich bin überzeugt, dass die drei Landeshauptleute Platter, Rossi und Kompatscher dafür Sorge tragen werden, dass das Zukunftsprojekt Euregio an dieser Herausforderung nicht zerbrechen wird.“

„Für uns alle ist eine offene Brennergrenze zur Selbstverständlichkeit geworden. Dem gegenüber steht die sicherheitspolitische Verantwortung gegenüber der Tiroler Bevölkerung. Die Grenzmaßnahmen sind das traurige Ergebnis des totalen Versagens auf europäischer Ebene. Bisher hat Europa die Gefahren der Flüchtlingsfrage nicht ernst genommen. Daher sind die Nationalstaaten unter Zugzwang geraten. Trotzdem dürfen wir jetzt nicht die Nerven verlieren. Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen uns nicht weiter“, ruft Gahr zur Besonnenheit auf. „Jetzt geht es darum, sich nicht gegenseitig auszuspielen und utopische Forderungen aufzustellen. Unser Ziel muss vielmehr sein, einen gemeinsamen Weg zu finden, damit die Europaregion Tirol weiter besteht und sich weiterentwickeln kann“, fordert der ÖVP-Südtirolsprecher. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001