Social Media Analyse zur Österreichischen Bundespräsidentschaftswahl

Van der Bellen am stärksten präsent, Griss verfügt über höchste Glaubwürdigkeit

Wahlwerbung ist heute keine kommunikative Einbahnstraße mehr. Die österreichische Social Media Community zeigt sich in hohem Maße politisch interessiert - Parteien können dies zu ihrem Vorteil nutzen
Maximilian Freissler, Leiter New Media Research bei META
Via Social Media finden Inhalte schnell in den öffentlichen Diskurs, zentrale Botschaften erlangen weite Verbreitung, Unterstützer werden zusätzlich mobilisiert. Der direkte Dialog mit den Wählern vermittelt Authentizität und Volksnähe. Und ist öffentlichkeitswirksamer als jedes Werbeplakat
Maximilian Freissler, META Communication International GmbH

Wien (OTS) - Die nahende Bundespräsidentenwahl 2016 dominiert zusehends das österreichische Social Web. Der in Wien ansässige Medienbeobachter META Communication International verfolgt seit Jahresbeginn das Geschehen und liefert nun eine erste Analyse.

Die Ergebnisse bestätigen den bisherigen Verlauf des Wahlkampfes. Noch nie war das Erreichen der Stichwahl für so viele Kandidaten ein realistisches Ziel. Die Rolle von Social Media als Wahlwerbemittel ist dabei deutlich gestiegen.

Unter den fünf aussichtsreichsten KandidatInnen verfügt Alexander Van der Bellen (27%) bisher mit mehr als einem Viertel aller erfassten Nennungen über die stärkste Sichtbarkeit. Dies begründet sich vor allem in der frühen Bekanntgabe seiner Kandidatur. Als erster Vertreter einer Großpartei konnte er deutlich mehr öffentliche Aufmerksamkeit erzeugen als die kurz darauf nominierten Kandidaten Andreas Khol (14%) und Rudolf Hundstorfer (11%). Die via Livestream Bekanntgabe der Kandidatur von Norbert Hofer (15%) erreichte ebenso eine breite Öffentlichkeit. Die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss (10%) profitiert ebenfalls von der frühen Bekanntgabe ihrer Kandidatur. Und auch Richard Lugner (23%) ist mit seinen bisherigen Auftritten eine hohe Reichweite sicher.

Die Analyse der Nennungen durch österreichische Top-Influencer aus Politik und Medien zeigt, dass die ehemalige Richterin Irmgard Griss aktuell über die höchste Glaubwürdigkeit verfügt, Alexander Van der Bellen hingegen die besten Erfolgsaussichten zugeschrieben werden. Rudolf Hundstorfer und Andreas Khol müssen als Vertreter der aktuellen Regierungsparteien hingegen starke Kritik hinnehmen. Norbert Hofer findet als „freundliches Gesicht“ der FPÖ wiederholt positive Erwähnung, wird jedoch hinsichtlich seiner Erfahrung am stärksten kritisiert. Auf die Kandidatur von Richard Lugner reagiert man im Social Web vorwiegend belustigt bis irritiert. Allen KandidatInnen gemein ist eine überwiegend kritische Wahrnehmung hinsichtlich Modernität und Zukunftsorientierung.

Wahlwerbung ist heute keine kommunikative Einbahnstraße mehr. Die österreichische Social Media Community zeigt sich in hohem Maße politisch interessiert - Parteien können dies zu ihrem Vorteil nutzen“, fasst Maximilian Freissler, Leiter New Media Research bei META, zusammen. „Via Social Media finden Inhalte schnell in den öffentlichen Diskurs, zentrale Botschaften erlangen weite Verbreitung, Unterstützer werden zusätzlich mobilisiert. Der direkte Dialog mit den Wählern vermittelt Authentizität und Volksnähe. Und ist öffentlichkeitswirksamer als jedes Werbeplakat“, so Freissler.

Grafiken im Anhang: Bundespräsidentschaftswahl 2016 | Wahrnehmung der KandidatInnen im Social Web

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Maximilian Freissler, MA
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