Umfrage: 70 Prozent der Niederösterreicher wollen Grenzen dicht machen

Bezirksblätter-Umfrage: Mehrheit ist für strikte Einhaltung der Obergrenzen und sieht Gemeinden an der Belastungsgrenze angekommen.

St. Pölten (OTS) - Flüchtlingsobergrenze, Grenzkontrollen, Unterkünfte: Kaum ein Thema wird derzeit so heftig diskutiert wie die Migrationswelle in unser Land. In Sozialen Medien gehen die Emotionen hoch, doch wie ist die Stimmungslage in der Bevölkerung? Die Bezirksblätter wollten es wissen und beauftragten das Institut Akonsult mit einer Umfrage. Die Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache. 73 Prozent der Niederösterreicher befürworten die strikte Einhaltung der Obergrenze von 37.500 Flüchtlingen für 2016. Sollte der Flüchtlingsstrom nicht abreißen, wären 70 Prozent der Niederösterreicher sogar für die Wiedereinführung von Grenzkontrollen. 64 Prozent der Niederösterreicher glauben, dass die Städte und Gemeinden bei der Unterbringung an der Belastungsgrenze angelangt sind. 60 Prozent sind beunruhigt, dass die unterschiedliche Kultur der Flüchtlinge Probleme bringen könnte. Und nur 40 Prozent sind überzeugt, dass unsere Gesellschaft die Herausforderung der Integration trotz aller Probleme schaffen wird.

Akonsult Expertin Kristin Allwinger: „Die Bevölkerung in den Regionen Wein-, Most- und Waldviertel ist generell gegenüber der aktuellen Flüchtlingssituation etwas kritischer eingestellt als die Menschen im Industrieviertel und dem Zentralraum. Wobei anzumerken ist, dass die Befragten im Umfeld des größten Flüchtlingsheims Traiskirchen über zusätzliche Beeinträchtigungen geklagt haben."

Der aktuellen Kurs der Regierung mit strikten Obergrenzen kommt laut Allwinger bei den Niederösterreichern gut an, auch wenn die Einhaltung Unannehmlichkeiten wie Grenzkontrollen mit sich bringen sollte: „Auch wenn vielfach Verständnis für die prekäre Situation der Flüchtlinge geäußert wird, besteht in ganz Niederösterreich eine sehr hohe Akzeptanz für die vorübergehende Einführung von Grenzkontrollen. Zudem wird die strikte Einhaltung der beschlossenen Obergrenze bei Asylanträgen nachdrücklich gefordert. Niederösterreichweit, beispielsweise, lehnen nur sieben Prozent die Obergrenze völlig ab.“

Chefredakteur Oswald Hicker: „Die Bezirksblätter Niederösterreich wollen einen Beitrag leisten, der Verunsicherung durch Information zu begegnen. Unsere Redakteure haben die Gemeinden einzeln durchgerufen und nach aktuellen Zahlen zur Flüchtlingsunterbringung befragt. Sie haben Großquartiere, kleine Wohnheime und private Wohnungen besucht, mit Bewohnern, Betreuern und Nachbarn gesprochen. Das Ergebnis dieser Recherche aus allen 29 Lokalausgaben und eine aktuelle Karte mit den nachgeprüften Unterbringungszahlen pro Gemeinde finden Sie in unserem Themenchannel: www.meinbezirk.at/asyl2016"

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