VP-Aichinger: Sanierungsbedarf der Wiener Secession ist keine Überraschung

Kulturstadtrat Mailath-Pokorny verschleppt weiter Baustellen der letzten Legislaturperiode

Wien (OTS) - "Angesichts des neuerlichen Hilferufs der Leitung der Wiener Secession aufgrund von dringend notwendigen Sanierungen herrscht akuter Handlungsbedarf seitens der Stadt Wien", so ÖVP Wien Kultursprecher Gemeinderat Fritz Aichinger zur heutigen Berichterstattung auf wien.orf.at. Die berühmte Goldkuppel der Secession rostet, die Fassade hat Sprünge und auch bei der Technik und bei der Barrierefreiheit gibt es Nachholbedarf. Das ist nun aber keine Überraschung. Schon zu Beginn 2015 gab es diese Hinweise. Geschehen ist seitdem von Seiten der Stadt offenbar gar nichts.

Bereits letztes Jahr hat der Präsident der Wiener Secession von einem ´Ämter-Ping Pong´ zwischen dem Wiener Kultur- und Wohnressort gesprochen. Daran kann man sehr eindrucksvoll die tatsächlichen Strukturprobleme und die fehlenden Finanzierungs- und Sanierungskonzepte für dringend notwendige Sanierungen der Wiener Kulturbauten erkennen. Die Sanierung des Volkstheaters wurde nur durch massiven öffentlichen Druck in die Wege geleitet, die Sanierung des Künstlerhauses letztendlich privatisiert. Da hat sich die Stadt elegant aus ihrer Verantwortung gestohlen. Für Mailath-Pokorny ein Glücksfall. Den Geld hätte er dafür wohl keines zur Verfügung gehabt.

"Es kann nicht sein, dass die Stadt als Eigentümer keine Konzepte und Finanzierungen für die Erhaltung und Sanierung der eigenen Kulturbauten hat. Die ÖVP Wien kritisiert schon seit langem, dass die Dotierung des Wiener Altstadterhaltungsfonds gesetzwidrig zur stillen heimlichen Sanierung des Kulturbudgets herangezogen wird", so Aichinger.

Laut §9 des Kulturförderungsgesetzes sollte der überwiegende Teil der Mittel des Kulturförderungsbeitrags für die Altstadterhaltung zur Verfügung stehen. Tatsächlich wurden von den mehr als 33 Millionen Euro Einnahmen, die 2013 aus diesem Beitrag kamen, lediglich rund 4 Millionen für die Altstadterhaltung aufgewendet. Der prozentuelle Anteil wurde somit kontinuierlich von 41%, die 2003 noch für die Erhaltung des baukulturellen Erbes aufgewendet wurden, auf unter 10% verringert. Dass damit zu wenig Geld für die Erhaltung der stadteigenen Kulturbauten zur Verfügung steht, liegt wohl auf der Hand.

"Die Stadtregierung muss der Wiener Secession, die ja wohl auch ein Wahrzeichen dieser Stadt ist, unbedingt die Unterstützung für die Sanierung zukommen lassen, die sie auch benötigt. Diese Vorgangsweise ist einer Kultur- und Weltstadt wie Wien schlichtweg nicht würdig. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny hat nun die notwendigen Schritte einzuleiten und ein langfristiges Planungs- und Finanzierungskonzept für die Erhaltung der stadteigenen Kulturbauten zu erstellen", so Aichinger abschließend.

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