Neues Volksblatt. "Flankenangriff" (von Harald Gruber)

Ausgabe vom 3. Februar 2016

Linz (OTS) - Irgendwie wird man den Verdacht nicht los: die Sozialdemokraten wollen den Bürgerentscheid Pro Wehrpflicht kippen. Dazu reicht ein Blick in die Kasernen, wo sich vielerorts seit der Volksbefragung von Jänner 2013 nichts verbessert hat. Unter die Rubrik „Politischer Flankenangriff auf die Wehrpflicht“ fiel auch die Weigerung von SPÖ-Minister Klug, Präsenzdiener mit Aufgaben im Rahmen der Grenzsicherung zu betrauen.
Und langsam robben die Sozialdemokraten weiter. Diesmal aber nicht vom Osten her, sondern vom Westen. Plötzlich gelten nämlich Präsenzdiener beim anstehenden Grenzeinsatz als so weit unverzichtbar, dass eine Verlängerung der Wehrpflicht um Monate angedacht wird.
Könnte da nicht — gut getarnt — das neuerliche Ansinnen dahinterstecken, den Militärdienst gegenüber dem Zivildienst unattraktiver zu machen und damit a la longue doch einem Berufsheer die Wege zu ebnen?
Man kann an die (politischen) Feldherren in Ministerium und Generalstab nur appellieren, auf die vom Volk ausgeteilte Landkarte zu blicken und die markierte Route einzuschlagen. Und die heißt:
Beibehaltung sowie Attraktivierung der Wehrpflicht.
Für den anstehenden Grenzeinsatz an Österreichs Südgrenze kann es nicht darum gehen, junge Leute länger in den Kasernen zu halten! Vielmehr muss deren Können rasch zum Einsatz gebracht werden und neuen Rekruten rasch vermittelt werden.

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