"Brexit" - Karas: Wir brauchen Gemeinsamkeit, nicht Extrawürste

Vorschläge zu britischen Sonderregelungen: "Es gibt Dinge in der EU, die sind nicht verhandelbar"

Straßburg, 2. Februar 2016 (OTS) Der Europaabgeordnete
Othmar Karas mahnt zur Vorsicht in den Verhandlungen über
weitere Ausnahmen und Sonderregelungen für Großbritannien in
der EU. "Die heutigen Vorschläge sind der Beginn eines harten Diskussionsprozesses, nicht das Ende. Es ist zu früh, von Zugeständnissen zu sprechen. Am Ende kann es nur eine
gemeinsame Entscheidung geben", so Karas heute am Rande der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg. ****

Karas warnt davor, den Briten zu weit entgegenzukommen:
"Die Flüchtlingsdebatte lehrt uns, dass wir mehr Gemeinsamkeit
in der EU brauchen, nicht mehr Extrawürste. Die EU muss handlungsfähiger werden. Wir brauchen sicher nicht mehr,
sondern weniger 'rote Karten' und Bremsmechanismen", betont
der Europapolitiker.

"Es gibt Dinge in der EU, die sind nicht verhandelbar. Dazu gehören für mich die Grundprinzipien der EU, die Ziele, die Grundrechte und die vier Freiheiten", so Karas. Der Europaabgeordnete erinnert daran, dass ein Entgegenkommen
gegenüber dem britischen Premierminister David Cameron in
keiner Weise eine Garantie für einen positiven Ausgang des geplanten Referendums im Vereinigten Königreich sei.

Karas will die neuen Vorschläge danach bewerten, ob sie
Europa in der Welt stärken oder nicht. "Die eigentlich
wichtige Frage ist, wie wir die EU fit für die Globalisierung machen, nicht wie wir jedem eine Ausnahmeregelung geben. Wir
werden die Verhandlungen mit Großbritannien danach beurteilen,
ob sie die europäische Integration behindern oder
erleichtern", so Karas heute in Straßburg.

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