Außenminister Kurz in Äthiopien: Erfahrungsaustausch mit der Organisation Menschen für Menschen

Besuch des Agro-Technical and Technology College (ATTC) der Hilfsorganisation Menschen für Menschen / Dürre in Äthiopien und Nothilfemaßnahmen als zentrales Thema

Berufsorientierte Ausbildung ist der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung in Ländern wie Äthiopien. Das ist auch eines der effektivsten Mittel zur Verringerung von Armut und Ungleichheit. Das ATTC im äthiopischen Harar ist in dieser Hinsicht ein Vorzeigeprojekt der österreichischen Hilfsorganisation Menschen für Menschen.
Außenminister Sebastian Kurz

Wien/Harar (OTS) - Außenminister Sebastian Kurz besuchte heute gemeinsam mit dem österreichischen Botschafter in Äthiopien, Andreas Melan, das Agro-Technical and Technology College (ATTC) der Hilfsorganisation Menschen für Menschen in Harar.

Das ATTC wurde 1992 eröffnet und bietet jungen Äthiopierinnen und Äthiopiern die Chance einer zukunftsorientierten Ausbildung in den Studiengängen Maschinenbau, Elektrotechnik, Automobiltechnik sowie Agrarwissenschaften. Basis der Studienfächer bildet eine theoretische Ausbildung, das ATTC hebt sich jedoch besonders durch die hohe Praxisorientiertheit ab. Das eröffnet den Absolventinnen und Absolventen Zukunftschancen in bedeutenden Betrieben des Landes. Das ATTC gilt in Äthiopien als Vorbild für andere Colleges, insbesondere in der Facharbeiterausbildung. 


Außenminister Sebastian Kurz hob die Bedeutung von Bildung für die Entwicklung des ostafrikanischen Landes bei seinem Besuch hervor: „Berufsorientierte Ausbildung ist der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung in Ländern wie Äthiopien. Das ist auch eines der effektivsten Mittel zur Verringerung von Armut und Ungleichheit. Das ATTC im äthiopischen Harar ist in dieser Hinsicht ein Vorzeigeprojekt der österreichischen Hilfsorganisation Menschen für Menschen.“


Schlimmste Dürre seit 30 Jahren: 10,2 Millionen Bedürftige
Im Zuge des Aufenthalts in Äthiopien war auch die anhaltende Dürre und ihre Folgen ein zentrales Thema. Innerhalb des Landes kommt es bereits zu großen Migrationsbewegungen – die Menschen verlassen ihre Dörfer, um anderswo ein Auskommen zu finden. Aktuell sind laut Angaben der Vereinten Nationen aufgrund der Dürre 10,2 Millionen Menschen in Äthiopien auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.  

 Menschen für Menschen leistet seit November Nothilfe
Aufgrund dieser Notsituation startete Menschen für Menschen als eine der ersten Organisationen ein Nothilfeprogramm. In einem ersten Schritt werden seit November 2015 rund 28.000 Menschen in der Region Agarfa mit Grundnahrungsmitteln versorgt. Schnell wurde ersichtlich, dass in der Region mehr Menschen Nothilfe benötigen. Deshalb wurden die Hilfsmaßnahmen angepasst. 32.500 Menschen werden nun mit dringend benötigten Nahrungsmitteln versorgt. Dies verhindert unnötiges Leid und ermöglicht den Menschen eine Perspektive in ihrer Heimat. 

 Zusätzliche Mittel für Nothilfe
„Diese Hilfe leisten wir zusätzlich zu unserer Arbeit in den Projektregionen. Das bedeutet auch, dass wir die Mittel, die wir nun für die Nothilfe einsetzen, zusätzlich aufbringen müssen“, erläutert Rupert Weber, geschäftsführender Vorstand von Menschen für Menschen in Österreich, die schwierige Lage. „Die Kosten für vier Monate Nahrungsmittelhilfe belaufen sich voraussichtlich auf 1,55 Millionen Euro. Einen Großteil davon konnten wir aus Rücklagen und durch die Unterstützung eines wichtigen Partners aus Österreich bereits vorab aufbringen. Aber um den Menschen auch weiterhin helfen zu können, sind wir auf Spenden angewiesen“, appelliert Rupert Weber an die Öffentlichkeit. „Wenn wir keine Menschen sterben sehen wollen, müssen wir jetzt helfen.“ 

Erfahrungsaustausch zur langfristigen Projektarbeit
Außenminister Sebastian Kurz zeigte sich sehr interessiert an der Projektarbeit von Menschen für Menschen, die auf die „Hilfe zur Selbsthilfe“ fokussiert, mit dem Ziel ganze Projektregionen zu entwickeln und unabhängig von fremder Hilfe zu machen. Gemeinsam mit der Bevölkerung werden Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen miteinander verbunden und umgesetzt. „Gerade die Verzahnung einzelner Maßnahmen und die Einbindung der Bevölkerung bilden die Basis für die Nachhaltigkeit der Projekte“, so Berhanu Negussie, Landesrepräsentant von Menschen für Menschen.


Für die Nothilfe von Menschen für Menschen spenden:
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