Schmid: Bundespräsident muss vermitteln und Brücken bauen

SPÖ-Bundesgeschäftsführer an FP-Hofer: Wer mit Zerklüftung des gemeinsamen Europas kokettiert, ist als Bundespräsident ungeeignet

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid weist die von FP-Präsidentschaftskandidat Hofer im heutigen Ö1-Mittagsjournal geäußerte Forderung nach einer Zusammenlegung des Amtes des Bundespräsidenten mit jenem des Bundeskanzlers entschieden zurück. „Eine solche Forderung zeugt von nichts anderem als von ewiggestrigem, autoritärem Gedankengut. Die Geschichte hat uns gelehrt, wohin Ideologien führen, die nach einem starken Mann rufen“, kritisiert Schmid im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Auch das Sympathisieren des schlagenden Burschenschafters Hofer mit rechten Regierungen wie in Polen und Ungarn stößt bei Schmid auf Ablehnung. „Ein Bundespräsident trägt die Verantwortung, international zu verbinden, zu vermitteln und Brücken zu bauen. Wer mit Regierungen kokettiert, die eine Zerklüftung des gemeinsamen Europas forcieren, ist für das Amt denkbar ungeeignet“, ist Schmid überzeugt. ****

Für Schmid stellt sich weiters die Frage nach der Glaubwürdigkeit Hofers: „Es ist merkwürdig, dass Hofer für ein Amt kandidiert, das er in dieser Form abschaffen will.“ Auch dass Hofer sich als einziger der KandidatInnen weigert, ein Fairnessabkommen zu unterzeichnen, zeige, dass er auf einen fairen Wahlkampf keinen Wert lege. „Ein fairer Wahlkampf nützt nicht nur den KandidatInnen, sondern ist auch fair gegenüber den WählerInnen. Wer auf einen sachlichen, transparenten Wahlkampf verzichtet und stattdessen Schlammschlachten in Kauf nimmt, handelt nicht im Sinne der WählerInnen“, macht Schmid klar. (Schluss) ve/mo

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