Wr. Landtag: SP-Duzdar: Menschenwürdige Flüchtlingsunterkünfte sind im Sinne der Sicherheit

Wir übernehmen die politische Verantwortung und handeln

Wien (OTS/SPW-K) - Die SP-Gemeinderätin Muna Duzdar äußert sich in ihrem Redebeitrag in der heutigen Landtagssitzung zu den Flüchtlingsnotunterkunften in Wien: „Gerade, weil uns eine menschenwürdige Unterbringung und die Sicherheit in der Stadt ein Anliegen ist, muss es geordnete Flüchtlingsunterkünfte geben. Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn Menschen, die in offenen Asylverfahren verharren, in die Obdachlosigkeit entlassen werden. Wollen Sie, dass die Menschen im Park erfrieren?“, so Duzdar in Richtung FPÖ. Und Weiter. „Während Sie Menschen aufhussen und ihnen erzählen, dass sie sich vorm ‚bösen schwarzen Mann’ fürchten sollen, übernehmen wir politische Verantwortung und handeln.“

„Die Stadt Wien hat sich die weltpolitische Situation nicht ausgesucht. Genauso wenig wie sich die Flüchtlinge diese Situation ausgesucht haben. Aber Fakt ist: Wir haben eine der größten Flüchtlingskrisen der letzten Jahrzehnte zu bewältigen. Es ist ein enormer Kraftakt, hier die erforderliche Infrastruktur zu schaffen. Aber in Wien ist Solidarität nicht nur ein Lippenbekenntnis. Wir schaffen menschenwürdige Unterkünfte für die, die vor Krieg und Verfolgung fliehen“, sagt Duzdar.

Zur Doppelmoral der FPÖ in puncto Frauenfragen hält Duzdar fest: „Wir hatten und haben in Österreich starke Frauenbewegungen, die für Gleichstellung, Gewalt- und Opferschutz eintreten. Aber damit haben Sie nichts zu tun. Ganz im Gegenteil – Sie stimmen regelmäßig gegen Anträge, die mit der Stärkung der Frauenrechte zu tun haben.“ Duzdar erinnert in dem Zusammenhang an den sogenannten Pograpsch-Paragraphen, den Vertreter der FPÖ damals als Lappalie abgetan und belächelt haben.

Die FPÖ kritisiert, dass in der Flüchtlingsnotunterkunft in der Donaustadt nur Männer untergebracht sind. „Hätten Sie sich das Gelände auch nur einmal angesehen, hätten Sie festgestellt, dass es hier einen Gebäudekomplex mit sechs Arbeiterheimen gibt, die als Männerunterkünfte konzipiert sind. In diesen Arbeiterheimen leben seit den 90-er Jahren ausschließlich arbeitende Männer. Aktuell leben dort 326 Männer in fünf Heimen. Das sechste steht leer, dort kommen jetzt 70 Schutzsuchende hinzu. Dort haben schon immer hunderte Männer gelebt und das ohne nennenswerte Zwischenfälle. Plötzlich ist das für Sie Thema und Sie versuchen, politisches Kleingeld auf Kosten der Schutzsuchenden zu schlagen“, schließt Duzdar.

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