Willi: Doppelstaatsbürgerschaft schafft mehr Fragezeichen als Lösungen

Grüne: Konzentration auf das, was den SüdtirolerInnen tatsächlich hilft

Wien (OTS) - “Die Polemiken der FPÖ in Richtung der Grünen rund um das Thema Doppelstaatsbürgerschaft für SüdtirolerInnen bringen nichts. Uns Grünen ist wichtig, dass alle Menschen, die in Südtirol leben, das Zusammenleben der verschiedenen Sprachgruppen als Bereicherung empfinden und die Autonomie weiterentwickelt und ausgebaut wird”, betont der Grün-Abgeordnete Georg Willi, Mitglied im Südtirol-Unterausschuss des Parlaments, nach der heutigen Sitzung.

“Die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft führt hingegen zu einer Spaltung der Südtiroler Gesellschaft: Dann gibt es Privilegierte, die sie erhalten und den Rest. Das reißt Gräben auf, statt das Zusammenleben zu fördern. Dazu kommen rechtliche und finanzielle Fragen, denn eine Staatsbürgerschaft kostet einiges. In einem zusammenwachsenden Europa ist das Sammeln von Staatsbürgerschaften mehrerer EU-Staaten eine unnötige Fleißaufgabe und tendenziell antieuropäisch. Dafür sind wir nicht zu haben,” unterstreicht Willi.

“Wichtig ist uns Grünen vielmehr, dass Österreich im Rahmen der italienischen Verfassungsreform und der Überarbeitung des Autonomiestatuts eine starke Rolle als Schutzmacht einnimmt, damit die Interessen Südtirols gefestigt und ausgebaut werden können” betont der Grüne.

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