Christian Ragger: Wo bleibt Aufschrei von LH-Kaiser zu Anadi-Kündigungswelle?

Land haftet mit 700 Millionen für Bank, die massenhaft Mitarbeiter rauswirft

Klagenfurt (OTS) - „Kärnten erlebt derzeit ein Trauerspiel rund um die Anadi Bank. Obwohl sie große Wettbewerbsvorteile genießt, weil das Land für sie eine 700-Millionen-Euro-Haftung trägt und ihr überdies erhebliche Geschäfte zugesichert hat, agiert sie wenig sozialverträglich. Das Geldinstitut setzt fast 100 Mitarbeiter auf die Straße“, kritisiert der Obmann der Kärntner FPÖ LR Mag. Christian Ragger. Dieser Widerspruch, auf der einen Seite, einen erheblichen Bonus durch die öffentliche Hand zu bekommen, und auf der anderen Seite gegen deren Interessen zu agieren, sei nicht zu akzeptieren. „Ich wundere mich, warum die SPÖ Kärnten und LH Dr. Peter Kaiser, die ja versprochen haben, neue Arbeitsplätze zu schaffen, sogar zur Vernichtung bestehender Jobs schweigen“, erklärt Ragger. Wenn das Land eine Bank so privilegiert, wie Kärnten Anadi könne es eine solche Kündigungswelle nicht einfach hinnehmen. Ragger erinnert daran, dass er LH Peter Kaiser in einem Brief am 25. November bereits auf diese Problematik hingewiesen habe, ohne dass er hierzu eine Antwort erhalten habe. Es stelle sich vor allem die Frage, ob die Anadi Bank alle Bedingungen für den Bestand der Landesgarantie erfülle. So besitze das Land als Ausfallsbürge das Recht auf jederzeitige Buch- und Betriebsprüfung. „Wird dieses auch genutzt“, fragt Ragger. Er befürchtet, dass die Ausfallsbürgschaft dem Land noch Probleme bereiten könne. „Im Zuge des geplanten Ankaufes von Heta-Schuldpapieren hat die rot-grün-schwarze Koalition in Kärnten auch die Liquidation des Zukunftsfonds beschlossen. Die Koalition will demnächst die Verfassungsgesetze ändern, damit der Zukunftsfonds aufgelöst wird. Dann gibt es keinen Haftungsstock für die 700 Millionen, mit denen das Land für Anadi geradesteht“, so Ragger abschließend.

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