Muchitsch zu Pensionen: Faire Gestaltung der Abschläge und Beitragszahlungen statt Kürzungsdebatte

Erste Säule ist sicher und nachhaltig – Pensionsautomatik widerspricht Vertrauensgrundsatz

Wien (OTS/SK) - „Wie finanzieren wir unsere Pensionen? Wie schauen die Beitragsleistungen unterschiedlicher Pensionssysteme und -arten aus? Was zahlen Unselbständige, Selbständige und Landwirte. Wie können wir Abschläge fairer und gerechter gestalten?“, das sind für SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch die zentralen Fragen bei der Reform unseres Pensionssystems, die eine seriöse Diskussion abseits von Populismus und Angstmache voraussetzen. Wenig Verständnis zeigte Muchitsch dagegen an der von der Arbeitsgemeinschaft für einen neuen Generationenvertrag betriebenen Panikmache: „Hinter den jüngsten Vorschlägen wie der Pensionsautomatik verbergen sich vor allem Angriffe auf sichere Pensionen für junge Menschen und ein Infragestellen des Vertrauensgrundsatzes.“

Reparaturbedarf besteht für Muchitsch vor allem bei der Gestaltung der Abschläge. „Wie kann es sein, dass jemand der mit 15 Jahren zu arbeiten beginnt und 45 Jahre arbeitet, 15 Prozent Abschläge bekommt, während jemand, der mit 30 Jahren ins Berufsleben einsteigt und 35 Jahre arbeitet, keine Abschläge hat?“, fragte Muchitsch und ließ wissen: „Wir freuen uns auf Verhandlungen und sind bereit.“

Realitätsfremd sei dagegen die Forderung nach einer Schwächung der ersten Säule zugunsten der zweiten und dritten. „Wer das will ist entweder uninformiert oder Lobbyist privater Pensionsversicherungsanstalten. Das kapitalgedeckte System hat sich für unsere PensionistInnen jedenfalls nicht bewährt. Es ist äußerst krisenanfällig und die Einlagen haben in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise zum Teil dramatisch an Wert verloren.“ Grundsätzlich könne kein Zweifel daran bestehen, dass das staatliche Pensionssystem die sicherste und nachhaltigste Säule ist.

Ablehnend äußert sich der SPÖ-Sozialsprecher auch zur abermals geforderten Pensionsautomatik. „Auch die heute unter 50-Jährigen müssen wissen, wann sie in Pension gehen können. Das sind wir ihnen schuldig und das entspricht auch dem Vertrauensgrundsatz“, so Muchitsch. Außerdem zeigen die Maßnahmen der letzten Jahre Wirkung. „Die Entwicklung ist sehr positiv und entspricht dem Regierungsübereinkommen: Das tatsächliche Pensionsantrittsalter steigt, die Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspensionen sinken und die Alterspensionen werden mehr“, unterstrich Muchitsch. (Schluss)up/hp

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