Korun: Kurzzeit-Asyl verhindert Integration

Grüne: 70 Prozent werden auf Dauer bleiben – daher Integration von Anfang an

Wien (OTS) - „Die letzte Asylverschärfung ist erst im Juli in Kraft getreten, nun plant die Bundesregierung mit dem völlig sinnlosen Kurzzeit-Asyl vulgo 'Asyl auf Zeit' die nächste Asylverschärfung. Damit streut die Regierung der Bevölkerung wieder einmal Sand in die Augen: Sie verschweigt, dass 70 Prozent der Schutzsuchenden derzeit aus Syrien, Afghanistan und dem Irak kommen und daher auch in drei Jahren höchstwahrscheinlich nicht in ihre Länder zurückkehren werden können“, sagt Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen.

„Viel sinnvoller wäre es, mit Deutschkursen von Anfang an die Integration anzugehen statt mit politischen Muskelspielen an den Herausforderungen vorbei zu agieren", betont Korun. „Familienzusammenführung wird ausgerechnet bei jenen Menschen beschnitten, die nachweislich nicht in ihr Herkunftsland zurückkehren können, da dort Krieg und Verfolgung droht - subsidiär Schutzberechtigte und Asylberechtigte nach drei Monaten. Das ist gegenüber den von Krieg und Terror gezeichneten Schutzsuchenden einfach unmenschlich.“

„Dieses Paket löste keine Probleme, schafft keine Unterbringungsplätze, sondern täuscht bloß Regierungsaktivität vor. In einem öffentlichen Parlaments-Hearing mit ExpertInnen werden diese sinnbefreiten Verschärfungen detailliert zur Sprache kommen müssen", kündigt Korun an.

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