Dziedzic: Massive Probleme für Regenbogenfamilien

Grüne: Fehlende rechtliche Gleichstellung und EU-weite Anerkennung

Wien (OTS) - "Die Diskussion zur Einführung eines Rechtsinstituts für homosexuelle Paare in Italien zeigt einmal mehr, wie umstritten die rechtliche Gleichstellung für Lesben und Schwule immer noch ist", sagt Ewa Dziedzic, Bundesrätin und Grüne Sprecherin für LGBTI Angelegenheiten. Italien ist das einzige Land in Westeuropa, das gleichgeschlechtlichen Paaren keine Möglichkeit gibt ihre Partnerschaften rechtlich abzusichern und wurde deshalb auch im Juli 2015 vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt.

Speziell betroffen von dieser Problematik sind Regenbogenfamilien, wenn sie ihr Recht auf Freizügigkeit in Anspruch nehmen und innerhalb der EU reisen, arbeiten oder einfach nur auf Urlaub fahren.
"Das führt dazu, dass zwei lesbische Frauen in Belgien ein Kind adoptieren können, rechtlich gesehen aber beispielsweise in Italien nicht mehr die Eltern des Kindes sind", erläutert Dziedzic und weiter: "Hier geht es um Kinder- und Elternrechte und darum, dass eine ganze Bevölkerungsgruppe davon ausgeschlossen wird, ihre Rechte als Unionsbürger_innen wahrzunehmen."

Ulrike Lunacek lädt am Freitag 29.1. um 18:00 Uhr zu einer Podiumsdiskussion im EU-Haus ein, wo die Situation von Regenbogenfamilien – mindestens ein Elternteil definiert sich als lesbisch, schwul, bisexuell oder trans* – in der EU generell und in einigen ausgewählten Mitgliedsstaaten wie Polen und Kroatien beleuchtet wird. Die europäische Plattform NELFA vertritt 25.500 Mitglieder in 26 europäischen Staaten und ermöglicht einen Dialog zwischen nationalen und europäischen NGO's sowie dem Europäischen Parlament, der Europäischen Grundrechteagentur und der Europäischen Kommission.

Diskussionsveranstaltung Grüne/Lunacek: Rainbow families in Europe
with(out) Borders


Datum: 29.1.2016, um 18:00 Uhr

Ort:
Haus der Europäischen Union
Wipplingerstraße 35, 1010 Wien

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