Mensdorff-Pouilly: Schon wieder Treibjagd im Gatter, schon wieder polizeiliche Sperrzone

Im benachbarten Weber-Gatter bereits über 10 Treibjagden diese Saison; VGT dokumentiert Damhirsche, Mufflons, Rothirsche und Wildschweine in Todesangst

Wien (OTS) - Alfons Mensdorff-Pouilly kann es nicht lassen. Trotz Verurteilung zu 3 Jahren Haft in erster Instanz, trotz zahlloser Anzeigen wegen Tierquälerei und trotz anstehender Gerichtsverhandlung am kommenden Dienstag 26. Jänner 2016 organisierte er jetzt wieder ein Treibjagdwochenende mit krönender Abschießbelustigung heute Sonntag in seinem Jagdgatter in Bildein. Natürlich war die befreundete Polizei und das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung mit einer polizeilichen Sperrzone behilflich, lästige VGT-Kameras fernzuhalten. Doch das konnte die AktivistInnen nicht daran hindern, die Tierquälereien zu dokumentieren. Mufflons, Damhirsche und Rothirsche wurden bei der verzweifelten Flucht in Todesangst gefilmt. Es gelang sogar den Schuss auf eine Wildschweinfamilie filmisch festzuhalten.

Zur gleichen Zeit schoss eine Jagdgesellschaft im Jagdgatter Weber bei Strem das gesamte Wochenende auf gefangene Tiere. Das Dutzend Gatterjagdtage allein diese Saison in diesem Gatter ist damit voll. Auch dort konnte der VGT die Tierquälerei dokumentieren.

Anlässlich des Jägerballs morgen in der Wiener Hofburg, bei dem auch Mensdorff-Pouilly zu Gast sein wird, demonstriert der VGT vor Ort gegen die Gatterjagd und die Jagd auf Zuchttiere.

VGT-Obmann Martin Balluch war heute vor beiden Jagdgattern: „Die Gatterjagdsaison ist zum Glück bald vorbei. Vielleicht finden die aggressiven Herren vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung dann endlich eine intelligentere Beschäftigung, als uns ständig hinterherzulaufen. Und warum nur die Treibjagden von Mensdorff-Pouilly mit einem derartigen Aufwand 'beschützt' werden, konnten sie mir nicht erklären. Vor dem Weber-Gatter, keine 10 km entfernt, waren sie jedenfalls nicht zu sehen.“ Der VGT lässt die Rechtmäßigkeit der polizeilichen Sperrzonen bei Mensdorff-Pouilly bereits beim Verfassungsgerichtshof prüfen.

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