Elbs: "Nächstenliebe" nicht aus populistischen Gründen umdeuten

Feldkircher Bischof Benno Elbs bei Feier zur Weltgebetswoche für Einheit der Christen: Nächstenliebe für Christen und für kirchliche Ökumene "das Entscheidende" - Keine Alternative zur Ökumene

Feldkirch (KAP) - Christliche Nächstenliebe ist ein Weg der Ökumene und "es schmerzt, wenn Menschen des öffentlichen Lebens dieses Wort missbrauchen und in einer Art umzudeuten versuchen, wie es niemals im Sinne Jesu sein kann." Mit diesen Worten hat Bischof Benno Elbs beim ökumenischen Gottesdienst anlässlich der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen am Samstagabend in Lustenau zur Flüchtlingsdebatte Stellung genommen. Der Feldkircher Bischof plädierte bei der Feier mit Vertreter der evangelischen, serbisch-orthodoxen und altkatholischen Kirche für eine "Ökumene der Nächstenliebe", die sich aktuell im "humanitären und solidarischen Engagement in der Asylfrage" gezeigt habe.

Auf den Begriff "Nächstenliebe" gebe es zwar kein "Copyright", so Elbs. Jedoch sei im Sinne Jesu "der Nächste ist nicht nur der, der neben mir sitzt, sondern derjenige, dessen Not am größten ist, der Mensch, der einen heilenden und aufrichtenden Blick braucht." Im Blick auf die Flüchtlingssituation bezeichnete der Bischof jene Menschen als "bewundernswert", die in diesem Chaos versuchten, ihre persönlichen und christlichen Werte zu leben. "Ich denke hier auch an die Bundeskanzlerin unseres Nachbarlandes", so Elbs im Blick auf Angela Merkel.

Angesichts großer Unsicherheiten durch Terrorismus, Klimakrise und neuer Migration sei es Aufgabe der Christen und Kirchen gemeinsam "Leuchttürme der Hoffnung" zu sein. "Wenn wir nicht das Gemeinsame suchen, dann schrumpft ein vielleicht großer Leuchtturm zu einer kleinen oder größeren Taschenlampe." Im Blick auf die Welt und den Auftrag Jesu gibt es "keine Alternative zur Ökumene", unterstrich Elbs.

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