Absicherung gegen Armut verhindert Entsolidarisierung der Gesellschaft

VertreterInnen der Sozialen Arbeit fordern Beibehaltung der Mindestsicherung auf bisherigem Niveau für alle Menschen

Wien (OTS) - Der Österreichische Berufsverband der Sozialen Arbeit spricht sich gegen alle Versuche aus, die Mindeststandards für die soziale Sicherheit in Österreich zu senken. Die Richtsätze für die Bedarfsorientierte Mindestsicherung liegen ohnehin deutlich unter der Armutsgrenze. Jede weitere Verschlechterung führt zu einer Verfestigung der Armutsgefährdung für diese Personengruppe. Das ist aus Studien und aus den Erfahrungen mit Hartz IV in Deutschland klar zu erkennen.
Und wenn es um darum geht, Menschen in unsere Gesellschaft zu integrieren, die zu uns geflüchtet sind, so ist die Idee einer geringeren Mindestsicherung gerade der falsche Weg. Das fördert die Hoffnungslosigkeit und Desintegration.
Die selben Nachteile hat auch die Begrenzung der Mindestsicherung auf einen bestimmten Betrag. Damit werden vorrangig die Kinder in diesen Familien um ihre Existenzsicherung gebracht. Bereits jetzt leben 124.000 Kinder in Österreich in manifester Armut.

Zu den zentralen Werten einer modernen, gerechten und nachhaltigen Gesellschaft gehören die Einhaltung der Menschenrechte und die Solidarität für alle, die hier leben.

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