Asyl: Wien fordert „Rückkehr zur Ernsthaftigkeit“ und „konkrete“ Unterstützung vom Bund

Wien (OTS/RK) - Die Flüchtlingskrise stellt die österreichischen Städte, insbesondere Wien, vor „große Herausforderungen“, so Sozialstadträtin Sonja Wehsely heute, Montag, gegenüber von JournalistInnen. Gemeinsam mit den BürgermeisterInnen anderer Landeshauptstädte forderte sie die Bundesregierung auf, konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Städte zu setzen, finanzielle Mittel für die Bewältigung der Herausforderung bereitzustellen, dafür Sorge zu tragen, dass die Asylverfahren schneller abgeschlossen werden und eine verbesserte Kommunikation zwischen dem Bund und den Gemeinden.

Statt „akademischer Diskussionen“ über eine mögliche Flüchtlings-Obergrenze sei bei dem, für kommenden Mittwoch angesetzten, Asylgipfel zwischen Bund und Ländern ein „Integrationsplan“ gefragt. Dieser müsse etwa Qualifikations-Checks und verpflichtende Deutschkurse „vom ersten Tag an“ für Flüchtlinge beinhalten. Für die Umsetzung des Integrationsplans forderten die BürgermeisterInnen finanzielle Unterstützung, genauso wie für die Schaffung von Wohnraum, Kinderbetreuungs- und Schulplätzen.

Die Hilfsbereitschaft in der Zivilgesellschaft sei ungebrochen. Man dürfe die zahlreichen Helferinnen und Helfer aber nicht frustrieren. Vorausschauendes, gezieltes Handeln sei jetzt vom zuständigen Innenministerium gefragt, so Wehsely. (Schluss)ato

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