Korun: Kräfte in europäische Lösungen stecken statt in nationale Abschottung

Virtuelle Zahlenspiele halten keinen syrischen Flüchtling auf

Wien (OTS) - "Das Flüchtlingsthema wird für den beginnenden Bundespräsidentenwahlkampf missbraucht, wenn zuerst ÖVP und nun SPÖ -in ihrem Schwenk - immer lauter nationale Abschottung ins Spiel bringen und ihre Energien dort investieren. Dabei wissen wir alle, dass die Vorgehensweise etwa von Ungarn unter Premier Orban kein einziges Unterbringungsproblem gelöst, sondern die Herausforderungen nur auf andere Schultern geladen hat", erläutert die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun.

Wenn die Regierungsparteien ihre Kräfte in die Durchsetzung europäischer Lösungen statt in Versprechen auf nationale Zurückdrängung von Flüchtlingszahlen stecken, würden Lösungen herauskommen statt hilfloser Gesten. "So lange die Situation in Syrien, Libyen, im Irak ähnlich katastrophal bleibt, können europäische Einzelstaaten Zäune aufstellen, so viel sie wollen, es wird Asylzahlen nicht beeinflussen. Volle Kraft voraus für europäische und menschenwürdige Erstaufnahmestellen in Griechenland und Italien und Sanktionen für jene Länder, die sich bei der Aufnahme unsolidarisch verhalten", appelliert die Grüne. Die EU ist stark genug, um ein Fünfhundertstel ihrer Bevölkerung - in der EU Schutzsuchende 2015 - menschenwürdig aufzunehmen. "Statt Resignation und 'Wir-können-nicht' brauchen wir europäische Solidarität und gemeinsames Anpacken", schließt Korun.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001