Junge Industrie Wien: Österreich - der graue Panther der EU!

Politik für junge Menschen wieder attraktiv machen - Chance für moderne Außenwirkung vertan - Stimmen von Jungen endlich ernst nehmen

Wien (OTS) - "Bei der Bundespräsidentenwahl hätte die österreichische Politik die Chance gehabt, ein Zeichen in Richtung Zukunft zu setzen, aber offenbar bevorzugt man den Status Quo weiterzuführen und sich an der Generation 60+ zu orientieren", so Heinrich Schmid-Schmidsfelden, Co-Vorsitzender der Jungen Industrie Wien. Mit 64 Jahren ist Noch-Sozialminister Rudolf Hundstorfer der Jungspund unter den Kandidaten für das höchste und einzige direkt gewählte Bundesamt . "Repräsentieren diese Kandidaten die politische Kultur in Österreich? Wie sollen junge Menschen durch diese Kandidaten angesprochen und für Politik begeistert werden, wenn die Wahl zwischen grauen Panthern und dem Rat der Weisen besteht?", fragt Nikolaus Griller, Co-Vorsitzender der Jungen Industrie Wien.

Nicht zuletzt die Kandidatur von Bundesminister Hundstorfer sorgt für Kopfschütteln bei der Jungen Industrie Wien. Seit Jahren werden seitens JI Reformen im Pensionsbereich gefordert um die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen länger im Erwerbsleben zu halten und seit Jahren werden die Sorgen um die Zukunft des Pensionssystems vom Sozialminister als unberechtigt abgetan. „Jetzt zeigt zwar der Bundesminister, dass man bei guter Gesundheit auch über 60 noch arbeiten kann. Bei der österreichischen Bevölkerung hat er während seiner Amtszeit diese Erkenntnis jedoch kaum durchsetzen können – es bleiben bedeutende Lücken bei der notwendigen Reform des Pensionssystems bestehen“, so Schmid-Schmidsfelden.

Es stellt sich generell die Frage warum sich bisher keine der Parteien getraut hat auch einen jüngeren Kandidaten zur Wahl zu stellen. „Wir haben in Österreich und Europa bedeutende Herausforderungen in den nächsten Jahren zu meistern: Von Migration über Konflikte an Europas Grenzen bis hin zum Einsatz gegen das Auseinanderdriften der EU. Auch der Bundespräsident muss hier eine zentrale Rolle spielen, junge Menschen für eine gemeinsame Zukunft zu begeistern. Bei den bisher bekannten Kandidaten wird das schwierig – man kann den Eindruck gewinnen, dass die Wählergruppe der Älteren erneut als einzige Zielgruppe fungiert und niemand überlegt hat, wie man auch die jüngere Bevölkerung ansprechen könnte. So setzen wir keine Anreize, Politik und Wählen auch für junge Menschen wieder interessant zu machen“, so Griller.

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