ORF-Journalisten trauern um Kurt Bergmann

Wichtige Stimme im Kampf für die Unabhängigkeit ist verstummt

Wien (OTS) - Die Journalistinnen und Journalisten des ORF trauern um Kurt Bergmann. Mit seinem Tod verlieren wir eine wichtige Stimme im Kampf für die parteipolitische Unabhängigkeit des ORF. In den vergangenen Jahren hat sich Bergmann bemüht, politische Entscheidungsträger davon zu überzeugen, dass die Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit des ORF am besten dadurch zu erreichen ist, wenn sich die Politik nicht in den ORF einmischt. In zahlreichen Zeitungs-Kommentaren und Interviews hat er sich immer wieder vehement für den ORF eingesetzt. Im letzten "Demokratie-Bericht“ an die Regierung schrieb Bergmann: „Die in der Verfassung verbriefte Unabhängigkeit des ORF und seiner Organe ist durch die derzeitigen gesetzlichen Regelungen und durch die Handlungsweisen von Regierung und Parteien nicht gewährleistet!“

„Weil Kurt Bergmann selbst jahrzehntelang Politiker war, waren wir anfangs skeptisch bei seinem Kampf für einen unabhängigen ORF. Doch sehr schnell hat er uns mit seinem Engagement überzeugt, dass ihm die Glaubwürdigkeit des ORF ein Herzensanliegen geworden ist“, so Redakteursrats-Vorsitzender Dieter Bornemann.

Die von Kurt Bergmann initiierten Spendenaktionen „Licht ins Dunkel“ und „Nachbar in Not“ haben tausenden Menschen unmittelbar und direkt geholfen. Damit hat Bergmann entscheidend das positive Image des ORF geprägt. Das alles wird in Erinnerung bleiben. Und dafür sind wir Kurt Bergmann dankbar.

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