Neues Volksblatt: "Die F-Frage" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 11. Jänner 2016

Linz (OTS) - Andreas Khol: 74 Jahre; Alexander Van der Bellen: 71; Irmgard Griss: 69; (vermutlich) Rudolf Hundstorfer: 64.
Die bisher fixen oder wahrscheinlichen — und ernst zu nehmenden — Präsidentschaftskandidaten dokumentieren, dass man auch jenseits des faktischen Pensionsantrittsalters von derzeit gerade einmal 60 Jahren die Hände nicht in den Schoß zu legen braucht. Ehrlicherweise muss man sagen: Im Politikerberuf ist längeres Arbeiten problemlos möglich, da hinkt die übrige Arbeitswelt eindeutig nach. Aber vielleicht nehmen sich die Kandidaten dieses Themas im Wahlkampf ja auch an. Immerhin wird die Generationenfrage und insbesondere die Frage der Generationengerechtigkeit eines der großen Themen der nächsten Jahrzehnte — wobei es nicht zuletzt die Jungen sein werden, die von der Politik hier völlig zu Recht Antworten einfordern wollen und sollen.
Freilich: Sehr vorhersehbar wird der Wahlkampf wohl von der F-Frage bestimmt sein — sprich, wie es denn die Kandidaten mit einer FPÖ-(geführten)Regierung halten. Letzteres hat bei Alexander Van der Bellens erster Pressekonferenz gestern schon begonnen, und gerade Andreas Khol als Exponent der schwarz-blauen Koalition unter Wolfgang Schüssel wird damit intensiv konfrontiert werden. Nicht minder spannend wird aber auch sein, was Rudolf Hundstorfer zur F-Frage zu sagen hat, in der die SPÖ bekanntlich gespalten ist.

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