ÖSTERREICH: Busek kritisiert Aufstellung der Hofburg-Kandidaten

Ex-Vizekanzler: "Ungeheurer strategischer Fehler der Parteien, diese Kandidaten aufzustellen" - "Ein fatales Signal an die Wähler"

Wien (OTS) - Ex-Vizekanzler Erhard Busek übt in einem ÖSTERREICH-Interview (Montag-Ausgabe) heftige Kritik an der bisherigen Kandidaten-Kür der Parteien. Die bisher Nominierten seien zu alt. Busek: "Es ist ein ungeheurer strategischer Fehler der Parteien, diese Kandidaten aufzustellen. Es zeigt auch die Verlegenheit, in der die Parteien sind, überhaupt geeignete Persönlichkeiten zu suchen. Das tut dem Amt nicht gut. Ein fatales Signal an die Wähler."

Man hätte jüngere Kandidaten auswählen sollen. Busek: "Man sollte annehmen, dass ein Bundespräsident, der seine Arbeit gut macht, eine weitere Amtszeit anhängt. Also für insgesamt zwölf Jahre, da sind bei Kandidaten jenseits der 70 natürlich Zweifel angebracht. Ich würde sagen, so von 50 bis 60 Jahre wäre das beste Alter."

Bei der Panne um die Nicht-Kandidatur von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll hätte die ÖVP schlechtes Management gezeigt. Busek: "Erwin Pröll hat sich von der Idee zu kandidieren nie so begeistert gezeigt. Und man hat halt gehofft, dass er es sich überlegt. Am Ende ist Pröll wohl deswegen nicht angetreten, weil er Johanna Mikl-Leitner nicht schon jetzt als seine Nachfolgerin in NÖ durchsetzen konnte, wie er das wollte. Er wird das wohl weiter versuchen."

Alternative Möglichkeiten zu Andreas Khol hätte es für Busek jedenfalls gegeben: "Es gäbe hervorragende Frauen. Eine Helga Rabl-Stadler etwa oder eine Doraja Eberle."

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