SPÖ-Grubesa/Hanke: „Konkrete Maßnahmen statt fremdenfeindlicher Hetze. Nein zu Gewalt an Frauen! Nein zu Rassismus!“

Landtagsabgeordnete unterstützen Vorschlag der Sozialistischen Jugend für Anlaufstellen auf Großveranstaltungen

Wien (OTS) - „Sexismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Jede zweite Frau wurde in der EU bereits sexuell belästigt. Statt fremdenfeindlicher Rufe, brauchen wir konkrete Verbesserungen für junge Frauen“, so die beiden Landtagsabgeordneten Michaela Grubesa (Steiermark) und Marina Hanke (Wien). „Auf Großveranstaltungen braucht es dringend Anlaufstellen für Frauen bei Fällen von sexualisierten Übergriffen“, erklären Grubesa und Hanke. Der Vorschlag der Sozialistischen Jugend sieht vor, dass rund um die Uhr ein Team aus Psychologinnen, Sozialarbeiterinnen und Juristinnen vor Ort sein soll - als Vorbild dient das Wiener Donauinselfest.

„Wenn sich die FPÖ aktuell als ‚Retterin‘ der Frauenrechte inszeniert, ist das scheinheilig“, kritisiert Grubesa, die zuletzt von der steirischen FPÖ-LAbg. Moitzi als Realitätsverweigerin bezeichnet wurde. Grubesa hatte auf Facebook ihre Erfahrungen mit sexualisierter Belästigung in Österreich aufgezeigt. „Liane Moitzi soll lieber ihren Bundesparteiobmann Strache kritisieren“, fordert Grubesa und erinnert: „Strache lehnte letztes Jahr eine Verschärfung des Sexualstrafrechts noch mit den Worten ‚In der Regel sagt man dann sehr klar und deutlich, dass man das nicht wünscht. Dann hat man in der Regel auch eine Ruhe.‘ ab. Wer verweigert sich hier eigentlich seit Jahren der Realität und versucht sinnvolle Maßnahmen zu blockieren?“

„Im Gegensatz zur FPÖ entdecken wir nicht gerade die Frauenrechte, sondern kämpfen als Sozialistische Jugend seit vielen Jahren für deren Stärkung!“, so Hanke. Im vergangen Sommer tourten SJ-AktivistInnen von Festival zu Festival und stellten großes Verbesserungspotenzial fest. „Allein bei den zwei größten Festivals, dem ‚Nova Rock‘ und dem ‚Frequency‘ kommen jeweils 130.000, meist junge, BesucherInnen. Auf dem riesigen Gelände, am Nova Rock beispielsweise 110 ha groß, gibt es kaum Beleuchtung und die Betreuung im Falle von sexualisierten Übergriffen fehlt völlig“, erklärt Hanke und fordert: „Eine Anlaufstelle mit speziell geschultem Personal muss so normal wie das Sani-Zelt werden! Zusätzlich zeigt das Donauinselfest, dass Präventionsarbeit auch auf Festival Geländen möglich ist.“

Grubesa und Hanke stellen sich auch klar gegen Verhaltensratschläge für Frauen: „Wer Frauen jetzt einschränken möchte und ihnen die Schuld zuschiebt, hat das Problem nicht verstanden. Die Schuld liegt ganz klar beim Täter.“ Auch zum strafrechtlichen Umgang bei sexualisierten Übergriffen beziehen die beiden Landtagsabgeordneten Stellung: „Sexualisierte Übergriffe dürfen nicht heruntergespielt werden und müssen strafrechtlich geahndet werden. Aber unabhängig von Herkunft und Hautfarbe!"

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