Wien investiert in Bildung: Neue Campus-Standorte fixiert

Neue Lernformen und flexible Räume, über 700 Mio Euro an Investitionen

Wien (OTS) - "Wir möchten Wiens Kindern die besten Rahmenbedingungen für ihre Ausbildung bieten, deshalb bauen wir in ganz Wien neue topmoderne Schulen und Kindergärten", betonten heute Bürgermeister Michael Häupl und Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch im wöchentlichen Bürgermeister-Mediengespräch. In den nächsten Jahren konzentriert sich Wien vor allem auf den Bau von neuen Campus-Standorten: Seit 2009 konnten insgesamt fünf Einrichtungen fertig gestellt werden, bis 2023 sollen weitere neun hinzukommen. Die konkreten Standorte konnten nun zum Teil fixiert werden.

Zweiter Bildungscampus für die Leopoldstadt

Am ehemaligen Nordbahnhofgelände in Wien-Leopoldstadt wird bis zum Schul- und Kindergartenjahr 2020/21 ein neuer Bildungscampus entstehen, die Flächenwidmung dafür ist bereits abgeschlossen. Damit erhält das Gebiet, in dem in den letzten Jahren viele neue Wohnbauten entstanden sind und bis 2025 weitere 4000 Wohnungen entstehen werden, seinen bereits zweiten Bildungscampus - der Campus Gertrude Fröhlich-Sandner ist seit dem Jahr 2011 in Betrieb.

Auf einer Grundfläche von 2,3 Hektar soll im Bereich Schweidlgasse/ Bruno-Marek-Allee/ Leystraße/Verlängerung Ernst-Melchior-Gasse ein Bildungscampus mit Kindergarten, Ganztags-Volksschule und Mittelschule für rund 1.600 Kinder entstehen. "Geplant sind hier 16 Kindergartengruppen, 22 Volksschulklassen, 20 Klassen Neue Mittelschule, zwei Klassen Polytechnikum, zwei Förderklassen, zwei basale Klassen für körperbehinderte Kinder und auch eine Musikschule", betont Stadtrat Christian Oxonitsch. "Alle Freiflächen, Bildungsräume sowie die drei Turn- und zwei Gymnastiksäle sollen dabei möglichst flexibel von allen genutzt werden können."

Wie alle nun neu hinzu kommenden Campus-Standorte wird auch am Nordbahnhofgelände ein sogenannter "Campus plus" in die Tat umgesetzt: Das heißt, dass jeweils vier Schulklassen und zwei Kindergartengruppen zusammenrücken und auf einer Ebene zu sogenannten "Bildungsbereichen" zusammengefasst werden. Angeschlossen sind dabei auch Räume, die von allen flexibel genutzt werden können. Die Kinder halten sich dabei nicht ausschließlich in "ihrem" Klassen- oder Gruppenraum auf, sondern können sich frei bewegen und beispielsweise selbständig eine andere Gruppe besuchen oder das Angebot des multifunktionalen Bereiches nutzen. "Wesentlich ist, dass in einem Bildungsbereich Kinder im Alter von null bis zehn Jahren miteinander den Tag verbringen", betont Christian Oxonitsch. Die ersten beiden Standorte, die nach dem Campus plus-Konzept realisiert werden, entstehen gerade in der Donaustadt: in der Attemsgasse (Fertigstellung 2017) und in der Berresgasse (Fertigstellung 2019).

Attemsgasse vor Spatenstich, Berresgasse in Vorbereitung

Während für den Campus Attemsgasse (12 Kindergartengruppen, 17 Klassen Ganztagsvolksschule) derzeit die Detailplanungen abgeschlossen werden und im Winter der Spatenstich erfolgt, läuft für den Campus Berresgasse gerade der Architekturwettbewerb. Geplant ist ein Bildungscampus mit einem 12-gruppigen Kindergarten, einer 17-klassigen Ganztagsvolksschule, einer 12-klassigen ganztägigen Neuen Mittelschule sowie Förderklassen und zwei Basale Klassen samt Therapiebereich, Dreifachturnhalle und Gymnastiksaal. Im städtebaulichen Konzept sind insgesamt 19.600 Quadratmeter für den Campus und die Freiflächen reserviert. "Damit schaffen wir die notwendigen Schul- und Kindergartenplätze für ein Gebiet, in dem bis 2022 rund 3.500 Wohnungen geplant sind", betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch.

Ein neuer Campus für den Westen Wiens

Doch auch im Westen Wiens soll bis zum Jahr 2022 ein neuer Bildungscampus entstehen: Als Standort ist die Deutschordenstraße südlich der Westbahn vorgesehen, das Grundstück dafür soll von den ÖBB übernommen werden. Vorgesehen sind auch hier ein 12-gruppiger Kindergarten, eine 17-klassige Ganztagsvolksschule und wenn baulich möglich eine 12-klassige Neue Mittelschule sowie Förder- und basale Klassen nach dem "Campus plus"-Konzept. "Gerade der Westen Wiens, wo auch viele junge Familien zu Hause sind, benötigt in den nächsten Jahren neue Kindergarten- und Schulplätze", betont Christian Oxonitsch.

Fünf weitere Standorte

Für weitere fünf Campus-Standorte werden derzeit noch in Frage kommende Grundstücke geprüft: Geplant sind neue Bildungsbauten in den Gebieten Eurogate in Wien-Landstraße, Inner-Favoriten, Gasometer-Umfeld in Wien-Simmering, Jedlesee in Wien-Floridsdorf und Atzgersdorf in Wien-Liesing. Alle diese Campus-Bauten sollen bis zum Jahr 2023 realisiert werden.

Insgesamt sind für die weiteren neun Campus-Standorte Investitionen von über 700 Mio Euro vorgesehen, die Projekte sollen gemeinsam mit privaten Partnern realisiert werden. "Das ist viel Geld, das wir für die Zukunft unserer Kinder in die Hand nehmen müssen", so Bürgermeister Michael Häupl und Stadtrat Christian Oxonitsch. "Deshalb wäre es uns wichtig, dass man werteschaffende Investitionen, wie den Bau von Schulen und Kindergärten, aus Maastricht und dem Stabilitätspakt herausnimmt!"

Neue Lernformen und "Bildungspartner"

"Wesentlich bei all diesen Projekten ist uns, dass sie neue Lernformen ermöglichen", betont Oxonitsch. "Das Raumangebot muss verschiedenste Arten des Lernens - in kleinen und größeren Gruppen -sowie der Freizeitgestaltung ermöglichen." Fix eingeplant sind auch dezentrale Teamräume für PädagogInnen- und Elterngespräche.

Neu ist auch die verstärkte Einbindung von "externen" Bildungspartnern: So werden vor allem die Musikschulen der Stadt Wien, Breitensportanbieter und Jugendzentren in den neuen Campus integriert und stehen mit ihren Angeboten auch AnrainerInnen offen. "Damit übernimmt der Bildungscampus auch eine verbindende Funktion innerhalb eines neuen Stadtteiles", so Christian Oxonitsch.

Neue Bundesschulen

Doch auch der Bund errichtet derzeit neue Schulen in Wien:
Angrenzend an den Campus Aspern entstehen bis 2017 eine AHS und eine Berufsbildende Höhere Schule. So bekommen die SchülerInnen die Möglichkeit nach Abschluss der Unterstufe, die Oberstufe in der AHS oder wahlweise in der BHS zu absolvieren. Weiters errichtet die BIG in der Steinbruchstraße in Wien-Penzing auf einem ehemaligen Kasernenareal im Auftrag des Bildungsministeriums eine AHS.

Infografik sowie Pressebilder demnächst unter http://www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar.

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Mag.a Michaela Zlamal
Mediensprecherin Stadtrat Christian Oxonitsch
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E-Mail: michaela.zlamal@wien.gv.at
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