Forststraßen für Mountainbikes öffnen

40 Jahre altes Forstgesetz ist nicht mehr zeitgemäß

St. Pölten (OTS) - In einer Aktuellen Stunde im NÖ-Landtag thematisierte die SPNÖ einmal mehr die geforderte Freigabe von Forststraßen für MountainbikerInnen. "Als 1975 das Forstgesetz geschaffen wurde, war es ein Meilenstein und orientierte sich am geänderten Freizeitverhalten. Zentraler Kernpunkt war, dass alle berechtigt sein sollten, den Wald zu Erholungszwecken zu betreten. Doch das Forstgesetz ist heuer 40 Jahr alt und ein damals noch so modernes Gesetz ist damit deutlich in die Jahre gekommen. Das Freizeitverhalten hat sich einmal mehr geändert und heute sind es nicht mehr nur die Wanderer, die den Wald zu Erholungszwecken betreten wollen, sondern auch die MountainbikerInnen - immerhin 160.000 allein in Niederösterreich" machte SPNÖ Landtagsmandatar LAbg. Herbert Thumpser deutlich.

Vorgeschobene Gegenargumente wie ungeklärte Haftungen lässt Thumpser nicht gelten: "Auch damals wurde die Gesetzeslage insofern geändert, dass klargestellt wurde, dass Waldbenutzer für sich selbst haften. Eine solche Regelung ist ja auch für MountainbikerInnen jederzeit und ohne Weiteres machbar." Besonders ärgerlich sind für den SPNÖ-Mandatar unseriöse Argumentationen: "Dass hier etwa der Waldverband, also die Fachorganisation der Landwirtschaftskammer, der sich ja gegen die Freigabe der Fortstraßen ausspricht, mit falschen Zahlen operiert, ist für mich inakzeptabel. Es wird immer davon gesprochen, dass eine Freigabe in Österreich nicht möglich sei, weil es hier viel mehr private Waldbesitzer gebe als in Deutschland. Aber das stimmt so nicht - in Österreich sind es 142.000 und in Deutschland sind es aufgrund anderer Strukturen über 2 Millionen WaldbesitzerInnen", stellt Thumpser klar.

"Erfahrungen aus anderen Ländern wie Bayern zeigen, dass die gemeinsame Waldbenutzung durchaus funktioniert. Schließlich gelten auch für MountainbikerInnen natürlich die Fair-Play-Regeln. Wie stark das Interesse an der von uns angestrebten Öffnung für breite Bevölkerungsschichten quer über alle politischen Richtungen ist, zeigt, dass sich mittlerweile auch der Alpenverein unserer Forderung angeschlossen hat", ergänzt NÖ Naturfreudevorsitzende LAbg. Mag. Karin Scheele. "Setzen wir daher gemeinsam ein Zeichen und tragen dem geänderten Freizeitverhalten Rechnung. Denn das wäre gut für den Tourismus und damit für die NÖ Wirtschaft, es wäre gut für die 160.000 MountainbikerInnen in unserem Bundesland und es wäre gut für die sportliche und gesundheitliche Entwicklung unserer Jugend", so Thumpser und Scheele unisono.

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