Antifaschistische Proteste gegen den Aufmarsch der „Identitären“

Attackiert die Polizei erneut Antifaschist_innen?

Wien (OTS) - Am 6. Juni wollen die "Identitären" erneut ihr rassistisches und faschistisches Weltbild auf die Straße bringen. "Für uns Antifaschist_innen kann das nur eines bedeuten: Diesem Versuch eine Abfuhr zu erteilen. Denn auch wenn die "Identitären" nur eine unbedeutende gesellschaftliche Rolle spielen, so zeigen Parteien wie die FPÖ, dass rechtsextreme Positionen in Österreich mehrheitsfähig sind." so Anita F., Pressesprecherin der Plattform "Turn Left - Smash Right!" welche gegen den Naziaufmarsch mobilisiert.

Die "Identitären" stehen für ein rassistisches und faschistisches Weltbild. Diese Ideologie ist nicht neu, sie findet sich schon bei ihren theoretischen Vordenkern des italienischen Faschismus und der konservativen Revolution. Ihr Kampf gegen die "Multikultis" und "Globalisierer", welche angeblich das "Volk" "austauschen" wollen, ist aber Ausdruck altbekannter antisemitsicher und völkischer Vorstellungen. Es sei an die "Umvolkungs"-Thesen der Neonazis erinnert. Und doch wollen die "Identitären" keine Neonazis sein und das obwohl führende Mitglieder aus dem Dunstkreis des Gottfried Küssel kommen und sie sich aus den deutschnationalen Burschenschaften rekrutieren. Das ist wenig glaubhaft.

Letztes Jahr kam es zu brutalen Angriffen der Polizei, u.a. durch den massiven Einsatz von Pfefferspray gegen Antifaschist_innen. Blockaden wurden mit dem massiven Einsatz von Gewalt geräumt, mehrere Antifaschist_innen wurden festgenommen und einer Gewerkschafterin wurde der Knöchel doppelt gebrochen. "Es wird sich zeigen, ob die Polizei heuer wieder mutwillig Verletzungen von Antifaschist_innen riskiert, um einen Aufmarsch von Faschist_innen durchzusetzen. Einschüchtern lassen wir uns davon ganz bestimmt nicht und werden uns den Neofaschist_innen entschlossen in den Weg stellen. "Wir rufen alle Antifaschist_innen dazu auf, sich am 6. Juni um 12 Uhr am Columbusplatz zu sammeln und den Aufmarsch bereits am Startpunkt zu blockieren.", so die Pressesprecherin abschließend. Die antifaschistische Plattform ruft bereits am 5. Juni zu einer Antifa-Vorabenddemo auf, welche am Yppenplatz starten wird. Ziel ist, auf den Naziaufmarsch aufmerksam zu machen."

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Pressesprecherin Anita F.
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